ABB-Quartalszahlen
Solide Performance im unsicheren Markt
Im dritten Quartal kann ABB ein stabiles Ergebnis im Vergleich zum zweiten Quartal aufweisen. Geografisch ausgewogene Automatisierungsgeschäfte stützten Auftragseingang und Umsatz. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum muss der Konzern jedoch ein Minus hinnehmen.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rutschte der Auftragseingang im vergangenen Quartal um fünf Prozent auf rund 9,3 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen teilt mit, dass der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 9,75 Milliarden US-Dollar gesunken ist. Der Konzerngewinn fiel im gleichen Ausmaß auf 759 Millionen Dollar. Währungsumrechnungseffekte reduzierten die ausgewiesenen Umsätze in US-Dollars im dritten Quartal gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal um rund 570 Millionen US-Dollar.
Mit Blick auf die Umsatzzahlen des zweiten Quartals (9,7 Milliarden US-Dollar) gibt sich ABB-Vorstandschef Joe Hogan nach Ablauf des dritten Quartals trotzdem zuversichtlich: "Es ermutigt uns, dass wir das Geschäft ausbauen und unsere Ertragskraft trotz des schwierigen Makroumfelds in unserem Zielkorridor halten konnten". Hogan sieht einen "Anlass zu vorsichtigem Optimismus", denn "die Visibilität der kurzfristigen Marktentwicklung ist limitiert und die Volatilität ist hoch. In diesem Umfeld bleibt unser kurzfristiger Fokus auf wettbewerbsfähige Kosten sowie auf unser starkes Portfolio und die gute geographische Aufstellung gerichtet, um profitable Wachstumsopportunitäten wahrzunehmen."
Auftragsentwicklung ...
Im Bereich Energietechnik gingen die Aufträge gegenüber dem Vorjahresquartal zurück, in dem ein Großauftrag für einen Offshore-Windpark eingegangen war. Ohne dieses Projekt legte der Auftragseingang in den Energietechnikgeschäften von ABB um 10 % zu. Im Bereich Automatisierung erhöhten sich die Aufträge um 13 %. Gründe sind die stärkere Nachfrage nach Lösungen zur Verbesserung der industriellen Produktivität und die Übernahme von Thomas & Betts. Diese Transaktion eröffnete ABB nach eigenen Angaben einen breiteren Zugang zum großen US-Markt für Industrieautomatisierung und steuerte im dritten Quartal rund 620 Millionen US-Dollar zum Auftragseingang bei. In den Sektoren Bergbau und Marine erhöhte sich der Auftragseingang und wurde unterstützt durch mehrere Großaufträge aus der Bahn- und Automobilindustrie. Die Automatisierungsaufträge nehmen in den meisten Regionen zu: In Nord- und Südamerika verzeichneten die Automatisierungsgeschäfte von ABB Auftragszuwächse von über 50 % (7 % ohne Thomas & Betts). In China gingen die Automatisierungsaufträge zurück, während sie in Deutschland stabil blieben und in Italien und Brasilien anzogen.
... und Umsatzentwicklung im dritten Quartal
Die Energietechnikdivisionen verzeichneten im dritten Quartal bei der Abwicklung von Projekten aus dem Auftragsbestand (insbesondere in der Stromübertragungstechnik) ein Umsatzplus. Das Umsatzwachstum in den Automatisierungsgeschäften spiegelt den Effekt der Thomas & Betts-Übernahme und die Ausführung von Aufträgen aus dem Bestand wieder – vor allem in den Bereichen Marine, Öl und Gas sowie Industrieautomatisierung. Im Servicegeschäft verbesserte sich der Umsatz um 6 % um machte ebenso wie im Vorjahresquartal 16 % des ABB-Gesamtumsatzes aus.













