CNC-Steuerung

Andrea Gillhuber,

Siemens macht ‚Sinumerik One‘ KI-fähig

Siemens hat eine neue Hardwaregeneration für die CNC-Steuerung Sinumerik One vorgestellt. Die Plattform bietet mehr Rechenleistung, eine 64-Bit-Architektur und soll die Anforderungen des EU Cyber Resilience Act erfüllen. Zudem schafft sie die Grundlage für den Einsatz von Industrial AI.

© Siemens

Siemens hat eine neue Hardwaregeneration für seine CNC-Steuerung ‚Sinumerik One‘ präsentiert. Im Mittelpunkt stehen neue NCU- und PLC-Prozessoren, die eine höhere Rechenleistung sowie eine schnellere Kommunikation und Datenverarbeitung ermöglichen.

Zu den neuen Modellen gehören die ‚NCU 1740.2‘ und ‚NCU 1760.2‘. Ergänzt werden sie durch einen neuen PLC-ASIC, einen speziell für SPS-Funktionen entwickelten Hardwarebaustein. Dieser erweitert unter anderem die Profinet-Funktionalität und soll eine langfristige Verfügbarkeit sowie Support sicherstellen.

Nach Angaben des Unternehmens profitieren Anwender in vernetzten Fertigungsumgebungen von höheren Leistungsreserven und einer schnelleren Datenverarbeitung.

64-Bit-Architektur für KI-Anwendungen

Mit der neuen 64-Bit-Architektur richtet Siemens Sinumerik One auf datenintensive Anwendungen aus. Sie bildet die technische Grundlage für die Integration von KI-Funktionen sowie die Anbindung an Analyse-, Cloud- und Edge-Systeme.

Dadurch sollen sich Maschinen leichter in datenbasierte Anwendungen integrieren lassen, etwa für die Prozessoptimierung, Qualitätsverbesserung oder vorausschauende Wartung. Die Plattform ist zudem auf den Einsatz von Industrial-AI-Anwendungen ausgelegt.

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Neue Grafikarchitektur für die Bedienung

Ein neuer Grafikprozessor ermöglicht moderne Bedienoberflächen mit erweiterten Visualisierungsmöglichkeiten. Maschinenhersteller können dadurch individuelle HMI-Konzepte umsetzen und die Bedienung ihrer Anlagen vereinfachen. Siemens erwartet dadurch unter anderem kürzere Rüstzeiten und einen geringeren Schulungsaufwand.

Ausgelegt auf den Cyber Resilience Act

Die neue Hardwaregeneration wurde nach Unternehmensangaben so entwickelt, dass sie die Anforderungen des EU Cyber Resilience Act (CRA) unterstützt. Dazu zählen insbesondere die langfristige Updatefähigkeit sowie zusätzliche Sicherheitsmechanismen, die durch die höhere Rechenleistung ermöglicht werden.

Darüber hinaus ist nach Angaben von Siemens das gesamte Sinumerik-Portfolio auf die Anforderungen des EU Cyber Resilience Act ausgerichtet und damit CRA-ready.

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