ABB-Quartalszahlen

Inka Krischke,

Fünf Prozent Plus beim Konzerngewinn

ABB Chef Joe Hogan hat heute die Zahlen für das erste Quartal 2012 bekanntgegeben: Demnach erzielte das Unternehmen ein Auftrags- und Umsatzplus, begünstigt durch Wachstum in Nordamerika. Der Konzerngewinn legte um 5 % zu.

„ABB hat trotz des anspruchsvollen Vergleichs mit einem starken Vorjahresquartal und der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit auf vielen Märkten ein gutes Wachstum erzielt“, sagt Joe Hogan, Vorsitzender der Konzernleitung von ABB.

So stieg der Auftragseingang im Vergleich zum hohen Niveau des ersten Quartals 2011 um 2 Prozent. Gründe für das Wachstum waren vor allem Investitionen von Stromversorgern in Energieverteilungsausrüstung sowie die Industrienachfrage nach Automationslösungen zur Steigerung der Produktivität. Das Auftragswachstum spiegelte regionale konjunkturelle Entwicklungen wider und fiel in China und Südeuropa am schwächsten aus. Die Serviceaufträge verbesserten sich um 9 % und machten 20 % des gesamten Auftragseingangs aus.

Der Umsatz erhöhte sich in allen Divisionen und lag 8 % über dem Wert des Vorjahresquartals, angeführt durch einen Zuwachs von 21 % in der Division Industrieautomation und Antriebe (15 % organisch) und 9 % in der Division Energietechnikprodukte. Der Umsatz nahm auch aufgrund der Abwicklung von Projekten aus dem hohen Auftragsbestand zu. Dieser wuchs im Berichtsquartal erneut und erreichte 29,9 Mrd. US-Dollar. Im Servicegeschäft stieg der Umsatz um 12 %.

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Die Divisionen im Einzelnen

In der Division Energietechnikprodukte erhöhte sich der Auftragseingang um 11 %, getrieben vor allem durch die Nachfrage aus den Energieverteilungs- und Industriesektoren. In der Division Energietechniksysteme stiegen die Aufträge um 3 % bei anhaltender Nachfrage seitens Versorgungs- und Prozessindustriekunden. Die unsichere gesamtwirtschaftliche Lage, insbesondere in Europa, sorgt im Energieübertragungssektor weiter für Zurückhaltung bei Investitionen in Großprojekte.

In der Division Industrieautomation und Antriebe legte der Auftragseingang gegenüber dem ersten Quartal 2011 um 15 % zu (organisch 9 % ) und stieg in allen Regionen, aufgrund der Nachfrage nach Ausrüstung zur Steigerung der industriellen Produktivität und des starken Beitrags von Baldor. In der Division Niederspannungsprodukte gab der Auftragseingang 3 % nach, was ABB hauptsächlich auf die schwachen kurzfristigen Konjunkturzyklen in mehreren wichtigen lokalen Märkten dieser Division zurückführt. In der Division Prozessautomation blieb der Auftragseingang im Vergleich zu einem starken ersten Quartal 2011 unverändert.

Regional betrachtet stieg der Auftragseingang auf dem amerikanischen Kontinent um 27 % (organisch 23 %). Auch im Nahen Osten und Afrika zog der Auftragseingang leicht an, während er in Europa im Vergleich zum starken Vorjahresquartal stabil blieb. In Europa zeigte sich die Auftragslage uneinheitlich – mit robuster Nachfrage in Nord- und Zentraleuropa und einer schwachen Nachfrage in der Mittelmeerregion, insbesondere in Italien. In Asien ging der Auftragseingang zurück, vor allem in China. Gründe hierfür waren zum einen mehrere große Energietechnikaufträge im Gesamtwert von über 300 Mio. US-Dollar im Vorjahresquartal, und zum anderen die rückläufige Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten wie dem Bau- und Transportsektor
Der Umsatz wuchs in allen Divisionen, hauptsächlich wegen der Abwicklung von Projekten aus dem Auftragsbestand. Das organische Umsatzwachstum betrug 6 %. Im Servicegeschäft verbesserte sich der Umsatz um 12 % und machte 17 % des Gesamtumsatzes von ABB aus – gegenüber 16 % in der Vorjahresperiode.

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