Industrielle Kommunikation

Günter Herkommer,

HMS übernimmt Ixxat Automation

HMS Industrial Networks hat für rund 32 Mio. Euro die Firma Ixxat Automation mit Sitz in Weingarten gekauft. Das schwedische Unternehmen will durch die Übernahme sein Portfolio im Bereich Industrielle Kommunikation ausbauen sowie die Präsenz in Zentraleuropa und insbesondere in Deutschland stärken.

Staffan Dahlström, CEO von HMS: "Durch den Zusammenschluss werden Ixxat und HMS zu einer Unternehmensgruppe mit 350 Mitarbeitern und einem Umsatz von über 50 Millionen Euro – und damit zu einem der Weltmarktführer in unserer Branche."

© HMS Industrial Networks

Ixxat wurde 1987 gegründet und setzt mit seinen 85 Mitarbeitern rund 14 Mio. Euro um. Bekannt ist das Unternehmen als Anbieter von Software- und Hardware-Lösungen für CAN, zahlreiche Industrial-Ethernet-Standards sowie für IEEE 1588, FlexRay und LIN. Auch kundenspezifische Hardwarekomponenten für embedded Subsysteme sowie vollständige embedded Systemlösungen für unterschiedlichste Märkte – zum Beispiel für Industrie, Medizin, Energie und Automotive – gehören zum Portfolio. Nicht zuletzt entwickelt Ixxat Technologieplattformen für Safety-Lösungen gemäß IEC 61508. Das Unternehmen hat Niederlassungen in den USA und Frankreich und vertreibt seine Produkte außerdem über ein Distributorennetzwerk in 25 Ländern.

HMS ist ebenfalls Hersteller von Produkten für die industrielle Kommunikation inklusive Fernwartung - schwerpunktmäßig in den Märkten für Profibus/Profinet und Devicenet/Ethernet/IP -  und fertigt Lösungen zur Anbindung von Automatisierungsgeräten an industrielle Netzwerke. Vertrieben werden die Produkte unter den Marken Anybus und Netbiter. Die Entwicklung und Fertigung erfolgt im Stammhaus in Halmstad/Schweden. Eigene Niederlassungen in China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Indien, Italien, Japan, UK und USA übernehmen den lokalen Vertrieb und Support. HMS beschäftigt mehr als 260 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2012 belief sich der Umsatz der an der Nordischen Wertpapierbörse NASDAQ OMX in Stockholm gelisteten Firma auf rund 44 Mio. Euro.

Bei der Übernahme handelt es sich laut Michael Volz, Geschäftsführer der für das operative Geschäft in Zentraleuropa zuständigen HMS-Niederlassung in Karlsruhe, nicht um einen klassischen Merger; vielmehr werde Ixxat auch künftig als eigenständiges Unternehmen innerhalb der HMS-Gruppe agieren. Auch der bisherige Ixxat-Geschäftsführer Christian Schlegel bleibt weiter im Amt.

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Die Motivation für die Ixxat-Übernahme

Nach den Gründen für die Übernahme gefragt, erklärt Michael Volz: „Gemeinsam mit dem Ixxat-Team in Weingarten können wir unser Angebot für standardisierte Kommunikationsprodukte weiter ausbauen und auch die Dienstleistungen unseres Solution Centers für kundenspezifische Kommunikationslösungen erweitern.“ Staffan Dahlström, CEO von HMS Industrial Networks, ergänzt: „Ixxat hat mit seinen Lösungen für OpenSafety, CIP-Safety und Functional Safety over Ethercat (FSoE) die Technologieführerschaft für das noch relative junge Thema Funktionale Sicherheit im Automatisierungsumfeld. In Kombination mit unserem neuen Anybus-Safety-Konzept für Profisafe verfügen wir künftig über ein umfassendes Lösungsportfolio für die Funktionale Sicherheit.“  Nicht zuletzt könne HMS mit den 50 Ixxat-Ingenieuren seine Entwicklungsressourcen deutlich ausbauen und seine Produkte auch in neuen Segmenten wie etwa im Bereich der medizinischen Geräte und der Automobilindustrie vermarkten.

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