Funktionale Sicherheit
HMS kündigt embedded Safety-Lösung an
Das auf einbaufertige Kommunikationslösungen spezialisierte Unternehmen HMS Industrial Networks will mit seinen Lösungen künftig auch das Thema Funktionale Sicherheit abdecken. Erster Schritt ist eine Lösung zur Integration sicherer Ein- und Ausgänge gemäß dem Profisafe-Standard.
HMS-Geschäftsführer Michael Volz: "Anstatt viel Zeit und Geld in eine individuelle Lösung zu investieren, können Gerätehersteller mit dem embedded Anybus-Safety-Modul bis zu 80 % Entwicklungskosten sparen."
© HMS Industrial NetworksMit dem Ziel, Geräteherstellern eine standardisierte und zugleich einfache Möglichkeit zur Ansteuerung sicherer E/A-Signale über Profinet bieten zu können, hat HMS in Zusammenarbeit mit dem TÜV Rheinland das neue Anybus-Safety-Modul entwickelt. Das Modul erfüllt die Sicherheitsanforderungsstufe SIL3 sowie den Performance Level PLe und kommt im Automatisierungsgerät zusammen mit einem Kommunikationsmodul der Anybus-CompactCom-Baureihe zum Einsatz.
Das Anybus-Safety-Modul kommuniziert nach dem Black-Channel-Prinzip mit dem Anybus-Kommunikationsmodul. Im Fall von Profinet übernimmt das Kommunikationsmodul die Aufgabe eines Profinet-I/O-Devices und das Anybus-Safety-Modul realisiert den Profisafe-Layer. Das Safety-Modul misst 70 x 40 x 15 mm und stellt dem Gerätehersteller drei digitale sichere Zweikanal-Eingänge (+24 V), einen digitalen sicheren Zweikanal-Ausgang (+24 V) sowie einen separaten netzwerkunabhängigen Kommunikationskanal für sichere E/A-Signale („Black Channel“) zur Verfügung.
Für die Gerätezertifizierung beim TÜV genügt der Nachweis, wie der Gerätehersteller die Vorschriften des vom TÜV vorgegebenen ‚Implementation Guide‘ umgesetzt hat. „Der Gerätehersteller muss somit nicht die gesamte Safety-Lösung zertifizieren, sondern nur, wie er das Anybus-Safety-Modul in seinem Gerät einsetzt“, betont Volz.
Derzeit befindet sich das Modul in der Endphase der Entwicklung. Ende des Jahres soll die Zertifizierung abgeschlossen sein und danach das Modul in ausgewählten Pilotanwendungen ausführlich getestet werden. Der Preis für das Modul liegt Volz zufolge zwischen 200 und 300 Euro – je nach abgenommener Stückzahl. Im Anschluss an die Fertigstellung der Profisafe-Version sind dann im einem weiteren Schritt funktionskompatible Varianten auch für CIP-Safety, Open Safety, Failsafe over Ethercat (FSoE) und Safety over Sercos geplant.











