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Artikel und Hintergründe zum Thema

Interview mit Lars Meisenbach, Wöhner

Inka Krischke,

Sicher und smart

Die Wöhner-Gruppe ist bekannt für Sicherungs- und Sammelschienensysteme im Bereich der Energieverteilung, Steuerungstechnik sowie der erneuerbaren Energien. Wie sich das Thema Elektrifizierung für das Unternehmen darstellt, verdeutlicht Lars Meisenbach, Vice President Product.

Lars Meisenbach: „Jedes Wöhner-Produkt zahlt darauf ein, elektrische Energie als Hauptenergieträger effizient, sicher und smart zu verteilen und zu nutzen.“ © Wöhner

Welche konkreten Produkte oder Lösungen haben Sie speziell für den All Electric-Markt entwickelt?

Der massive Ausbau des Energieträgers ‚Strom‘ führt zu der Herausforderung, dass elektrische Verteilsysteme schneller skaliert werden müssen, gleichzeitig aber Fachkräfte in der Branche fehlen. Mit unserem Out-of-the-box-Energieverteilsystem ‚CrossBoard‘ zahlen wir genau darauf ein, dass unsere Kunden mit gleicher Belegschaft deutlich schneller und skalierbarer Energieverteilungen aufbauen können. Das Energieverteilsystem ist komplett vormontiert, berührungsgeschützt und im Handumdrehen in einem Schaltschrank montiert.

Wie fließt das Thema Elektrifizierung in Ihre aktuellen Entwicklungsprojekte ein? 

Beispielsweise bringt der Ausbau gewerblicher und privater Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge spezielle Anforderungen etwa für unsere Sicherungslastrennschalter mit, die wir von vornherein bei der Entwicklung beachten. Gleichzeitig haben wir umfänglich geprüfte Komplettlösungen für die Niederspannungsverteilung in Ortsnetz-Verteilstationen im Angebot, die mit smarter Messtechnik flexibel sind in Bezug auf Smart Grids.

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Auf welche Weise setzen Sie Automatisierungstechnologien ein, um elektrische Systeme effizienter zu gestalten? 

Automatisierungstechnologien führen bei Wöhner in mehrfacher Hinsicht zu effizienten und innovativen Lösungen – sei es im Bereich der eigenen Fertigung, die von einer vollautomatisierten Intralogistik gespeist wird oder sei es bei unseren intelligenten Produkten. Zu diesen gehören vollelektronische Motorstarter wie der ‚Motus C14‘ mit integrierter Messtechnik und das Messtechnik-Modul ‚CrossMT‘ für das ‚CrossBoard‘, das jedes Produkt wie zum Beispiel klassische Motorstarter zu einem smarten Produkt mit Messtechnik und Kommunikationsschnittstelle macht.

Inwiefern helfen Ihre Lösungen dabei, bestehende Produktionsprozesse zu modernisieren und zu digitalisieren? 

Die Messdaten des ‚CrossMT‘ und der ‚C14‘-Produkte lassen sich zur Optimierung von Wartungszyklen der Anlage oder zum Steuern und Regeln verwenden. Dadurch sparen unsere Kunden viel Zeit und Geld. Zudem ist das Mess- und Kommunikations-Layer für alle Aufbauprodukte auch von Drittherstellern immer das gleiche. Für unsere Kunden bedeutet das, dass sie zum Aufbau intelligenter Systeme nur eine Konfigurationssoftware benötigen. Das macht Industrie 4.0 einfach, herstellerunabhängig und massentauglich.

Welche Rolle spielt die Integration erneuerbarer Energien in Ihre Produktlösungen?  

Der Schalter Capus DC von Wöhner © Wöhner

Erneuerbare Energien spielen eine große Rolle bei dem Ausbau unseres Produktportfolios. Für Photovoltaikanlagen haben wir einen Gleichstromschalter entwickelt, der 1500 V bei 500 A zu- und abschalten kann. Der Schalter ‚Capus DC‘ kann neben den sogenannten String-Combiner-Boxen in der Photovoltaik auch in Batteriespeichersystemen verwendet werden. Strom von Windkraftanlagen und Biogasanlagen werden schon lange über Wöhner-Sammelschienensystemtechnik effizient verteilt und abgesichert.

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