KI-Tool für Safety-Engineering vor

Andrea Gillhuber,

KI-Tool für Safety-Engineering vor

Neuron Automation hat mit dem ‚Neuron Smart Engineer‘ eine Entwicklungsumgebung für funktionale Sicherheit vorgestellt. Die Software kombiniert Safety-Engineering mit modernen Entwicklungswerkzeugen und KI-Unterstützung und ist für Anwendungen bis SIL 3 qualifiziert.

© Neuron Automation

Neuron Automation hat den ‚Neuron Smart Engineer‘ vorgestellt. Die neue Engineering-Umgebung richtet sich an die Entwicklung sicherheitsgerichteter Automatisierungslösungen und erfüllt nach Unternehmensangaben die Anforderungen bis SIL 3 gemäß IEC 61508 sowie ASIL C nach ISO 26262. Das Werkzeug ist als T3-qualifiziert ausgewiesen und unterstützt die Entwicklung von Safety- und Non-Safety-Anwendungen in einer gemeinsamen Umgebung.

Softwareentwicklung im Safety-Bereich

Die Software basiert auf dem Backend des Neuron Power Engineer mit zertifiziertem Compiler-Prozess und qualifizierter Bibliotheksstruktur. Ergänzt wird dies durch ein webbasiertes Frontend mit einer offenen Erweiterungsarchitektur auf Basis von Visual Studio Code.

Entwickler können verschiedene Programmiersprachen und Werkzeuge integrieren, darunter Python sowie eigene Erweiterungen. Zudem unterstützt die Entwicklungsumgebung Git-basierte Versionsverwaltung und textbasierte Projektdateien, die sich in gängige Versionskontrollsysteme einbinden lassen.

Für automatisierte Entwicklungsprozesse steht eine Command-Line-Schnittstelle zur Verfügung. Unterstützt werden die IEC-61131-3-Sprachen Structured Text (ST), Function Block Diagram (FBD) und Ladder sowie C/C++ zur Einbindung bestehender Software. Ein integriertes Unit-Test-Framework mit PLC-Simulator ermöglicht Tests ohne Zielhardware.

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KI unterstützt Entwicklung und Tests

Mit der integrierten KI-Erweiterung Transforma erweitert Neuron den Funktionsumfang um generative KI. Das System erstellt aus strukturierten Sicherheitsanforderungen Structured-Text-Code, kann diesen in FBD-Darstellungen umwandeln, Testfälle erzeugen und die Fehleranalyse unterstützen.

Nach Unternehmensangaben unterstützt Transforma sowohl Online- als auch Offline-Sprachmodelle (LLMs) und kann deshalb auch in Produktionsumgebungen ohne Cloud-Anbindung eingesetzt werden.

Der Neuron Smart Engineer kann auf Desktop-Systemen, Servern oder in Cloud-Umgebungen betrieben werden. Darüber hinaus bietet die Software White-Label-Optionen für OEMs sowie Funktionen wie rollenbasierte Zugriffssteuerung und anpassbare Benutzeroberflächen.

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