Automation/Antriebe
Siemens auf der Hannover Messe 2011
„Effiziente industrielle Software“ ist das Schlüsselthema des Siemens-Auftrittes auf der diesjährigen Hannover Messe in Halle 9. Die beiden Geschäftsführer Ralf-Michael Franke und Klaus Helmrich gaben im Vorfeld der Messe schon einmal einen Ausblick, was den Besucher erwartet.
Klaus Helmrich, Geschäftsführer der Division Drive Technologies: „Die Optimierung der Einzelgeräte ist ziemlich ausgeschöpft. Großes Potenzial liegt noch in dem Thema Integration.“
© SiemensUnter dem Motto „Create Sustainable Value“ will Siemens zeigen, wie sich ökonomische Effizienz und Produktivität sowie ökologisch verantwortliche industrielle Produktion miteinander vereinbaren lassen. Dabei stehen dieses Jahr Energieeffizienz und Produktivität im Mittelpunkt des Messeauftrittes.
Den Neuheiten-Knaller brachte der Sector Industry von Siemens eigentlich schon zur SPS/IPC/Drives im November vergangenen Jahres: Das Framework TIA Portal, das eine neue Ära in Sachen Engineering einläuten soll. Mittels dieses Portals sollen sich zukünftig alle Geräte und Feldbusse mit einem gemeinsamen Geräte- und Netzwerkeditor konfigurieren lassen.
Zur SPS/IPC/Drives stellte Siemens mit Step 7 V11 und WinCC V11 die beiden ersten, für das neue Framework maßgeschneiderten, Engineering-Systeme vor. Nach dieser Anbindung der Steuerungs- und HMI-Welt, erfolgt jetzt zur Hannover Messe mit StartDrive V11 die Einbindung der Umrichter-Technologie in das Engineering-Framework. Die damit erfolgte Integration der Sinamics Drives, bildet die Vorstufe zur Integration der Simotion- und der Sinumerik-Reihen, die zu einem noch nicht näher bezeichneten Zeitpunkt erfolgen soll.
Der Blick in die Zukunft
„Nach dieser Stufe der Antriebsintegration,“ wirft Helmrich einen Blick in die Zukunft,“ erfolgt dann noch als weiterer Evolutions-Schritt die Integration der Applikationen.“
Ralf-Michael Franke: „Das Thema Integration wird uns mindestens noch die nächsten 20 Jahre beschäftigen.“
© SiemensRalf-Michael Franke, Geschäftsführer des Geschäftsbereiches Industrial Automation Systems, spinnt den visionären Gedanken noch weiter: „Mit dem TIA Portal begleiten wir unsere Kunden heute schon in eine neue Ära des intuitiven Engineerings. Damit können die Kunden schon Kosteneinsparungen beim Engineering von 25 Prozent erzielen.“
Laut Franke ist das TIA Portal ein wichtiger, „aber auch nur ein erster Schritt“ auf der Roadmap der weiteren Software-Entwicklung, die bis ins Jahr 2030 reicht. Franke: „Wir arbeiten am komplett integrierten Produkt- und Produktions-Engineering.“ Die vollständige Integration der heute noch voneinander getrennten Abläufe böte Siemens Wachstumschancen und den Kunden weitere Produktivitätspotenziale, kürzere Markteinführungszeiten und einen schnelleren Return on Invest. An Beispielprojekten gerechnet „liegen die Kosteneinsparungspotenziale bei weiteren 20 Prozent“, ist sich Franke sicher.













