Siemens

Günter Herkommer,

Geschäftsjahr 2011 beginnt mit Rekordergebnis

Der Siemens-Konzern hat heute (25.01.) die Zahlen für das 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres bekannt gegeben. Sowohl das Ergebnis als auch der Umsatz stiegen zweistellig – Wachstumstreiber im Sektor Industry sind die wieder erstarkten Divisionen Industry Automation und Drive Technologies.

© Siemens

„Wir sind voll auf Kurs, unsere für 2011 gesteckten Ziele zu erreichen" - mit diesen Worten fasste Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender von Siemens, die Entwicklung des ersten Quartals (Oktober bis Dezember 2010) zusammen. So konnte der Konzern den positiven Wachstumstrend der Vorquartale fortsetzen und den Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um 19 % auf knapp 22,6 Mrd. Euro steigern. Damit liegt Siemens beim Auftragseingang auch über den Zahlen des Vergleichsquartales Q1 2009 (22,22 Mrd. Euro), dem letzten Quartal vor Einbruch des Automatisierungsmarktes.

Der Umsatz legte im Vergleich zum ersten Quartal 2010 um zwölf Prozent auf knapp 19,5 Mrd. Euro zu (Q1 2009: 19,63 Mrd. Euro). Beim Ergebnis steht über allen drei Sektoren ein Plus von sechs Prozent auf etwas über 2,2 Mrd. Euro zu Buche (Q1 2009: 2,03 Mrd. Euro). Maßgeblichen Anteil daran hat der Sektor Industry mit einem Ergebniszuwachs von 22% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Zahlen des Industrie-Sektors

Der Sektor Industry verbesserte sich gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres sowohl in puncto Ergebnis und Umsatz als auch beim Auftragseingang. Konkret kletterte das Ergebnis trotz darin enthaltener Aufwendungen aus dem im November angekündigten Sonder-Bonus für die Mitarbeiter in Höhe von 149 Mio. Euro auf 1,022 Mrd. Euro - ein Plus von 22 % (Q1 2009: 934 Mio. Euro). Der Auftragseingang stieg mit Zuwächsen in allen Divisionen und einem zweistelligen Wachstum in allen Regionen ebenfalls um 22% auf 10,083 Mrd. Euro (Q1 2009: 9,776 Mrd. Euro). Etwas schwächer, aber immer noch zweistellig, wuchs der Umsatz - und zwar um 13% auf 9,114 Mrd. Euro, wobei alle Divisionen außer Industry Solutions einen höheren Beitrag als in der Vorjahresperiode leisteten (Q1 2009: 9,228 Mrd. Euro). Nach Angabe von Siemens enthält das Wachstum Währungsumrechnungseffekte, die den Umsatz um sechs Prozentpunkte und den Auftragseingang um sieben Prozentpunkte anhoben.

Herausragend im Sektor Industry ist das Ergebnis der Division Industry Automation. Es kletterte im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 63% auf 363 Mio. Euro (Q1 2009: 268 Mio. Euro). Der Umsatz legte um 29 % auf 1,803 Mrd. Euro (Q1 2009: 1,609 Mrd. Euro) und der Auftragseingang um 32 % auf 1,856 Mrd. Euro zu (Q1 2009: 1,6 Mrd. Euro). Überdurchschnittliche Zuwächse bei beiden Kennzahlen kamen speziell aus den Schwellenländern. Die Effekte aus der Kaufpreisallokation (Purchase Price Allocation - PPA) in Verbindung mit der Übernahme von UGS Corp. im Geschäftsjahr 2007 betrugen in der aktuellen Berichtsperiode 35 Mio. Euro, im Vergleich zu 32 Mio. Euro im ersten Quartal des Vorjahres.

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Großaufträge treiben Drive Technologies

Die Siemens-Division Drive Technologies verzeichnete im ersten Quartal ein Umsatzwachstum von 21% auf 1,827 Mrd. Euro (Q1 2009: 2,06 Mrd. Euro). Eine höhere Kapazitätsauslastung sorgte im Vergleich zur Vorjahresperiode für einen deutlichen Ergebnisanstieg auf 229 Mio. Euro (+50 % im Vergleich zu Q1 2010; Q1 2009: 260 Mio. Euro). Die verbesserten Marktbedingungen zeigten sich besonders deutlich beim Auftragseingang, der um 56 % auf 2,454 Mrd. Euro zulegte (Q1 2009: 2,086 Mrd. Euro), was Löscher zufolge zum Teil auf ein höheres Volumen aus Großaufträgen zurückzuführen war.

Weniger rosig sieht es hingegen in der Division Industry Solutions aus. Hier lagen Ergebnis und Umsatz im ersten Quartal unter den entsprechenden Vorjahreswerten (-30 % beziehungsweise -5 %). Die Veränderung führt Siemens im Wesentlichen auf das Metals-Technologies-Geschäft der Division zurück. Dieses verzeichnete aufgrund eines niedrigeren Auftragseingangs in vorangegangenen Perioden im aktuellen Quartal einen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis. Im aktuellen Quartal trug Metal Technologies hingegen zum Anstieg des Auftragseingangs der Division um vier Prozent bei.

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