Siemens
Durchwachsene Entwicklung im ersten Quartal 2013
Siemens-Chef Peter Löscher hat am 23. Januar die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2013 bekannt gegeben: Was den Sektor Industry betrifft, musste der Konzern beim Umsatz leichte, beim Auftragseingang deutliche Rückgänge hinnehmen.
"In einem unsicheren konjunkturellen Umfeld sind wir solide ins neue Geschäftsjahr gestartet" - so Siemens-Chef Peter Löscher heute angesichts der Bekanntgabe der Quartalszahlen. Aufgrund des guten Auftragsbestandes legte der Umsatz im gesamten Konzern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im ersten Quartal um 2 % auf 18,1 Mrd. Euro zu. Der Auftragseingang hingegen ging um 3 % auf 19,1 Mrd. Euro zurück. Auf vergleichbarer Basis – das heißt ohne Berücksichtigung von Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekten – sank der Umsatz hingegen um 1 % und der Auftragseingang um 5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Das Ergebnis der Sektoren stieg wiederum um vier Prozent auf 1,7 Mrd. Euro, die Ergebnismarge der Sektoren von 9,0 auf 9,3 %. Leicht zurück ging hingegen der Gewinn der fortgeführten Aktivitäten; er lag im ersten Quartal bei 1,3 Mrd. Euro. Der Konzerngewinn schließlich sank von 1,4 Mrd. Euro (Q1/2012) auf 1,2 Mrd. Euro.
Sektor Industry & Co. - die Sektoren im Detail
Der Auftragseingang des Sektors Energy lag mit 7,1 Mrd. Euro etwa auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Hier wurden Löscher zufolge Rückgänge vor allem in den Divisionen Wind Power und Power Transmission durch das gute Abschneiden der Division Fossil Power Generation, die auf ein Plus von 18 % kam, nahezu kompensiert. Der Umsatz des Sektors erhöhte sich um 3 % auf 6,3 Mrd. Euro. Dies lag vor allem am Zuwachs in der Division Wind Power, deren Umsatz sich gegenüber dem Vorjahr um 27 % erhöhte. Das Ergebnis des Sektors verbesserte sich auch aufgrund geringerer Belastungen aus Offshore-Projekten von 507 auf 567 Mio. Euro, die Marge von 8,3 auf 9 %.
Unter anderem dank verbesserter Kostenpositionen durch Fortschritte bei der Agenda 2013 stieg im Sektor Healthcare das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 364 auf 503 Mio. Euro, die Ergebnismarge verbesserte sich von 11,6 auf 15,5 %. Der Umsatz des Sektors kletterte um 3% auf 3,3 Mrd. Euro, der Auftragseingang lag stabil bei 3,3 Mrd. Euro.
Für den Sektor Industry wurde das Marktumfeld zuletzt unsicherer, was laut Löscher zu einem Nachfragerückgang bei kurzzyklischen Geschäften führte. Während der Umsatz des Sektors im ersten Quartal nur leicht zurückging – und zwar um 1 % auf 4,6 Mrd. Euro –, sank der Auftragseingang im Vorjahresvergleich um acht Prozent auf 4,5 Mrd. Euro. Das Ergebnis des Sektors fiel von 556 auf 500 Mio. Euro, die Marge von 11,8 auf 10,8 %.
Der Sektor Infrastructure & Cities schließlich kam im ersten Quartal auf einen Umsatz von 4,1 Mrd. Euro, was einem Anstieg von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Der Auftragseingang sank um sieben Prozent auf 4,4 Mrd. Euro. Das Ergebnis von Infrastructure & Cities sank, im Wesentlichen aufgrund von Projektbelastungen in Höhe von 116 Mio. Euro - vornehmlich für Hochgeschwindigkeitszüge - von 200 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf 128 Mio. Euro. Die Marge ging von 4,9 auf 3,1 % zurück.
Ausblick auf den weiteren Geschäftsverlauf
Da Siemens laut Peter Löscher in den kommenden Monaten keinen Rückenwind von der Weltwirtschaft zu erwarten habe, will der Konzern nun beginnen, das unternehmensweite Programm 'Siemens 2014' umzusetzen. Dieses Programm wird 'One Siemens', das Zielsystem zur nachhaltigen Wertsteigerung, unterstützen. Ziel des Programms ist es, die Ergebnismarge übr alle Sektoren bis zum Geschäftsjahr 2014 auf mindestens 12 % zu steigern.
Im ersten Jahr des Programms erwartet das Unternehmen – auf organischer Basis – ein moderates Wachstum des Auftragseingangs und einen Umsatz, der sich dem im Geschäftsjahr 2012 erreichten Niveau annähert. Unter Berücksichtigung der rückwirkenden Anwendung des überarbeiteten IAS 19 erwartet Siemens einen Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten in einer Bandbreite von 4,5 bis 5 Mrd. Euro. Hierin sind Belastungen von insgesamt rund 1 Mrd. Euro für programmbezogene Produktivitätsmaßnahmen in den Sektoren enthalten.













