Führungswechsel bei UniversalAutomation.Org

Melanie Steinbeck,

Benoît Thooris übernimmt Präsidentschaft

Die Non-Profit-Organisation UniversalAutomation.Org (UAO) hat einen neuen Präsidenten. Benoît Thooris übernimmt die Führung der 2021 gegründeten Organisation von Raquel Torres, die das Amt seit 2024 innehatte. Darüber hinaus wurde auf der Jahreshauptversammlung im Mai 2026 das Board of Directors neu besetzt.

Benoît Thooris ist neuer Präsident bei UniversalAutomation.Org. © Universal Automation Org

Der Franzose Benoît Thooris wurde im Mai zum President der UniversalAutomation.Org gewählt. Zuvor war er als Vice President bei der US-amerikanischen Landesgesellschaft von Schneider Electric tätig. In mehr als 20 Jahren beim französischen Technologiekonzern bekleidete Thooris verschiedene Führungspositionen in Europa sowie Süd- und Nordamerika. Zuletzt verantwortete der 44-Jährige als Vice President in den USA die Go-to-Market-Transformation des regionalen Industriegeschäfts. Dabei arbeitete er bereits intensiv daran, die Marktakzeptanz offener und softwaredefinierter Automatisierungslösungen zu beschleunigen.

Neben seiner Erfahrung in den Bereichen industrielle Automatisierung, digitale Transformation und globale Unternehmensführung bringt Thooris einen Ingenieursabschluss der Grande Ecole ENSAM in Paris in seine neue Funktion ein.

„Mit UAO sind wir genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, betont der neu gewählte UAO-President. „Die vielfältigen technologischen und logistischen Herausforderungen, mit denen Industrieunternehmen auf der ganzen Welt zu kämpfen haben, sowie der Einfluss von Software und Digitalisierung, machen die Notwendigkeit für offene Automatisierung deutlich wie nie. Daher freut es mich, künftig aktiv an der Transformation unserer Industrie mitwirken zu können. Als UniversalAutomation.Org bieten wir einen reifen und sofort nutzbaren technischen Ansatz, der eine wirklich vollständig offene, softwaredefinierte Automatisierung ermöglicht.“

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Neue Mitglieder im Board of Directors

Ebenfalls im Mai 2026 fand die Jahreshauptversammlung der UAO als Online-Veranstaltung statt. Dabei wurden zwei neue Mitglieder in das Board of Directors gewählt. Harry He übernimmt die Rolle des Vertreters der Kyland Group von Sam Huang. Brad Mozisek wird künftig das Unternehmen Wood im Leitungsgremium repräsentieren.

Harry He © Universal Automation Org

Harry He ist bei der auf industrielle Internet- und Netzwerkkommunikation spezialisierten Kyland Group als Deputy General Manager und General Manager der Smart Control Business Unit tätig. Zuvor hatte er unter anderem leitende Funktionen bei Emerson Process Control als Sales Director sowie bei Schneider Electric als VP Process Automation inne.

Brad Mozisek © Universal Automation Org

Brad Mozisek arbeitet in der Digital Integration Group von Wood als Business Manager sowie als Automation and Control Expert. Darüber hinaus ist er als Program Manager am Open Process Automation Center of Excellence von Wood tätig. Dort beschäftigt er sich in führender Rolle mit der Entwicklung von Referenzarchitekturen und Application Frameworks. Der Chemical Engineer verfügt über mehr als 19 Jahre Erfahrung mit Automatisierungsprojekten in der Prozessindustrie. Die britische Unternehmensgruppe Wood ist weltweit als Dienstleister für Prozessautomation und Anlagenbau tätig.

Mit Harry He und Brad Mozisek umfasst das achtköpfige Leitungsgremium der UAO weiterhin Vertreterinnen und Vertreter der Unternehmen ASRock Industrial, ExxonMobil, Intel, Kongsberg Maritime, Kyland, Schneider Electric, Wood und Yokogawa.

Die Jahreshauptversammlung bestätigte außerdem Gregory Boucaud für weitere zwei Jahre in seiner Funktion als Chief Marketing Officer von UniversalAutomation.Org. Der Franzose verantwortet das globale Marketing der Organisation bereits seit 2021.

Automation Layer auf Basis von IEC 61499

UniversalAutomation.Org stellt mit ihrer als Guarded Source verwalteten und für Mitglieder lizenzkostenfrei nutzbaren Umsetzung der Automatisierungsnorm IEC 61499 eine unabhängige Automatisierungsschicht („Automation Layer“) für OT-Komponenten bereit. Im Unterschied zu Ansätzen wie NOA oder OPC UA – und damit nicht in Konkurrenz zu diesen – ermöglicht die Lösung eine grundlegende Entkopplung von Automatisierungshardware (SPS) und Automatisierungssoftware. Dies bildet die Grundlage für eine herstellerunabhängige und deutlich freiere Automatisierung auf Basis von IEC 61499.

Für Anwenderinnen und Anwender bietet dieser Ansatz den Vorteil, dass einmal erstellter Code anbieterübergreifend wiederverwendet und dezentral auf unterschiedliche Hardwarekomponenten aufgespielt werden kann. Darüber hinaus verlaufen die Lebenszyklen von Hard- und Software vollständig getrennt voneinander, was insbesondere Integrations- und Migrationsprozesse erleichtert.

Die UniversalAutomation.Org zählt inzwischen mehr als 110 Mitgliedsunternehmen.

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