Siemens

Günter Herkommer,

Bestes Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte

Siemens-Chef Peter Löscher hat heute (11.11.) die Ergebnisse des vierten Quartals sowie für das gesamte Geschäftsjahr 2010 bekannt gegeben. Insgesamt verbuchte der Konzern das beste Ergebnis seiner Unternehmensgeschichte und auch der Sektor Industry legte bei allen Kennzahlen einen starken Endspurt hin.

© Siemens

„Siemens hat das Geschäftsjahr 2010 mit dem besten operativen Ergebnis der Unternehmensgeschichte abgeschlossen", verkündete Konzernchef Peter Löscher auf der heutigen Bilanz-Pressekonferenz.

Demnach stieg das Ergebnis der Sektoren um vier Prozent auf 7,8 Mrd. Euro. Der Konzerngewinn nach Steuern kletterte um 63 % auf 4,1 Mrd. Euro. Während Auftragseingang und Umsatz in den ersten beiden Geschäftsquartalen zurückgingen, legten beide in der zweiten Jahreshälfte wieder kräftig zu. Am Ende des Geschäftsjahres steht somit ein um drei Prozent gestiegener Auftragseingang in Höhe von 81,2 Mrd. Euro zu Buche, der Umsatz beläuft sich auf 76 Mrd. Euro und liegt damit nur knapp unter dem Vorjahreswert (2009: 76,6 Mrd. Euro; 2008: 77,3 Mrd Euro).

Mit einer anhaltenden Verbesserung in den Märkten von Siemens geht Löscher für das kommende Geschäftsjahr 2011 mit einem organisch deutlich steigenden Auftragseingang im Vergleich zum Geschäftsjahr 2010 aus. Gestützt vom bereits starken Auftragsbestand erwartet Siemens zudem eine Rückkehr zu einem moderaten organischen Umsatzwachstum. Was das Ergebnis betrifft, hofft Siemens im kommenden Jahr auf eine weitere Steigerung in der Größenordnung von 25 bis 35 %.

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Sektor Industry – das vierte Quartal

Was speziell das 4. Quartal des zu Ende gegangenen Geschäftsjahres betrifft, so legte der Sektor Industry bei allen Kennzahlen im Vergleich zum vierten Quartal des Vorjahres deutlich zu. Das Ergebnis stieg um 57 % auf 883 Mio. Euro, der Umsatz lag im vierten Quartal bei 9, 78 Mrd. Euro und damit um neun Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Auftragseingang stieg um 21% im Vergleich zur Vorjahresperiode auf 9,83 Mrd. Euro, mit zweistelligen Zuwächsen in allen Divisionen - außer Mobility, deren Auftragseingang unter dem Vorjahresniveau lag. Regional resultierte das Umsatzwachstum in erster Linie aus zweistelligen Zuwachsraten in Amerika, Asien und Australien.

Das Ergebnis von Industry Automation kletterte im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahreswert um 61% auf 334 Mio. Euro. Der Umsatz stieg um 21% und der Auftragseingang um 25%, gestützt von Wachstum in allen Geschäftseinheiten und Regionen.

Drive Technologies zeigte im vierten Quartal, in erster Linie getrieben von den kurzzyklischen Geschäften der Division, eine starke Entwicklung. Das Ergebnis von 281 Mio. Euro lag deutlich über dem Vorjahreswert (+ 75 %),  der Umsatz legte in allen Regionen zu und auch die langzyklischen Geschäfte der Division zeigten laut Löscher verstärkt Anzeichen einer Stabilisierung. Der Auftragseingang stieg um 20%, gestützt von einer deutlich höheren Nachfrage in allen drei Regionen.

Weniger gut sah es im vierten Quartal in der Division Industry Solutions aus. Sie verzeichnete im vierten Quartal einen Verlust von 119 Mio. Euro. Dieser resultierte im Wesentlichen aus einer Belastung von 125 Mio. Euro im Zusammenhang mit einer aktuellen Anpassung der erwarteten Kosten bei einem Projekt mit einem lokalen Partner in den USA. Der Auftragseingang hingegen legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich um über 60 % zu. Anders der Umsatz: Er war im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht rückläufig (minus zwei Prozent), in erster Linie aufgrund der geringeren Auftragseingänge in vorangegangenen Quartalen.

Mitarbeiter ernten Früchte des Erfolges

Angesichts der erfreulichen Geschäftszahlen will Siemens die Leistungen der Mitarbeiter während der Finanz- und Wirtschaftskrise mit einer einmaligen Sonderzahlung würdigen. Insgesamt werden für diese Aktion rund 310 Mio. Euro als Prämien für die Belegschaft weltweit bereitgestellt. In Deutschland können Mitarbeiter im Januar 2011 beispielsweise mit einer einmaligen Bruttozahlung von bis zu 1.000 Euro rechnen. Für alle Tarifmitarbeiter in Deutschland zieht Siemens zudem die laut Tarifvertrag vorgesehene Erhöhung der Tarifentgelte um 2,7 % um zwei Monate auf den 1. Februar 2011 vor.

Zwischen Ende des Geschäftsjahres 2007 und Ende 2010 hat Siemens Beschäftigung aufgebaut - weltweit stieg die Zahl der Mitarbeiter um 7000. In der Spitze waren in der Weltwirtschaftskrise in Deutschland bis zu 19.000 Beschäftigte in Kurzarbeit. Hier beschäftigt das Unternehmen heute 2000 Mitarbeiter mehr als noch Ende 2007. Hinzu kommen derzeit fast 3.000 offene Stellen in Deutschland.

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