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Artikel und Hintergründe zum Thema

Balluff

Inka Krischke,

Sensor-Anbieter akquiriert zwei Unternehmen

Balluff kauft zweifach zu und erweitert das Unternehmen um Matrix Vision und Innovative Software Services (iss). Mit diesen Akquisitionen will der Sensor- und Automatisierungsanbieter sein Digitalisierungs-Know-how ausbauen.

Die Geschäftsführer aller drei Unternehmen (v.l.): U. Furtner, E. Meier (Matrix Vision), F. Hermle, K. Stegmaier-Hermle, M. Unger (Balluff), M. Wäschle und J. Mettenleiter (iss).

© Balluff

Das Stuttgarter Softwareunternehmen Innovative Software Services (iss) und der Machine-Vision-Anbieter Matrix Vision aus Oppenweiler sind nun Teil von Balluff. Die entsprechenden Verträge wurden nach einer rund sechsmonatigen Verhandlungsphase im Juli und August unterzeichnet. 160 Mitarbeiter werden das Familienunternehmen verstärken, die Standorte in Stuttgart-Vaihingen und Oppenweiler bleiben bestehen.

Die beiden neuen Unternehmen in der Gruppe bereichern die Kernkompetenzen des Sensor-Anbieters in zwei Feldern: Software-Entwicklung und Machine Vision. Die Integration bilde einen wichtigen Baustein in der strategischen Ausrichtung des Unternehmens: „Insbesondere die Verbindung unserer Netzwerktechnik mit der Software-Kompetenz beider Unternehmen hilft uns, noch besser ganzheitliche Automatisierungslösungen aus einer Hand zu liefern,“ sagt Balluff-Geschäftsführer Florian Hermle. „Das Know-how von iss und Matrix Vision und ihren Mitarbeitern wird uns helfen, die großen Wachstumschancen der Digitalisierung noch besser und schneller zu nutzen und unser Portfolio sowohl im Bereich der Hardware als auch der Software zu erweitern.“

iss hat sich auf Tools, Testsysteme, Prozesse und Standardisierung in der Softwareentwicklung spezialisiert. Wie für Balluff selbst ist die Automobil- und Zuliefererindustrie die wichtigste Kundengruppe des 1996 gegründeten Unternehmens und seiner 60 Mitarbeiter. Innerhalb der Balluff Gruppe soll iss die Funktion des internen Software-Spezialisten übernehmen.

Das Produktportfolio von Matrix Vision ergänzt das Programm von Balluff in einem Bereich, der bislang eine vergleichsweise kleine Rolle spielt, der kamerabasierten Sensorik. Das 1986 gegründete Unternehmen hat sich mit seinen 100 Mitarbeitern auf Entwicklung und Vertrieb von Framegrabbern, Standard-Industriekameras, intelligenten Kameras, Videosensoren, Embedded Systems und Software im Bereich industrielle Bildverarbeitung spezialisiert. „Mit Matrix Vision verbindet uns bereits seit vier Jahren eine erfolgreiche Entwicklungspartnerschaft“, sagt Hermle. „Eine unserer beiden kamerabasierten Produktlinien stammt von Matrix Vision. Dadurch wissen wir bereits, dass wir sehr gut zusammenpassen und sich unsere Produktlinien optimal ergänzen.“ Auch bei Matrix Vision hat das Thema Software einen großen Stellenwert: Rund 30 der 100 Mitarbeiter beschäftigen sich vor allem mit der Softwareentwicklung in der Bildverarbeitung im industriellen Umfeld. 

Balluff hatte 2016 den Umsatz um 3,3 % auf 378 Mio. Euro (Vorjahr: 366 Mio. Euro) gesteigert und ist mit einem Umsatzplus von 21,8 % erfolgreich in das erste Halbjahr 2017 gestartet. Mit der Belegschaft der beiden Neuzugänge beschäftigt das Unternehmen nun 3550 Mitarbeiter an 37 Standorten weltweit. Während Balluff die Firma iss zu 100 % übernommen hat, bleiben bei Matrix Vision 25 % der Anteile im Besitz der bisherigen Anteilseigner. 

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