Produkte des Jahres 2025

Inka Krischke,

Die Gewinner in der Kategorie „Sensorik“

von links: Bianca Müller und Heike Sippel von Balluff, Philipp Berger von Baumer und Benedikt Obermaier von ifm. © Andreas Juranits / Computer&Automation

Zustände sicher und zuverlässig erfassen und an übergeordnete Steuerungen kommunizieren – auch in beengten Räumen – das zeichnet die Gewinner in der Kategorie „Sensorik“ aus.

3. Platz: ifm – Condition-Monitoring-Sensor ‚VVB30x‘

Benedikt Obermaier von ifm © Andreas Juranits / Computer&Automation

Der Condition-Monitoring-Sensor VVB30x von ifm erfasst kontinuierlich die Schwingungen in alle drei Raumrichtungen. Aus den aufgenommenen Messwerten berechnet der Sensor Zustandsindikatoren zur Bewertung des Maschinenzustands: Informationen über Ermüdung (v-RMS), mechanische Reibungen (a-RMS), Stöße (a-Peak) und Lagerverschleiß (Crest-Faktor). Zudem wird die Oberflächentemperatur als zusätzlicher Verschleißindikator übermittelt. In der Ausführung Basic Condition Monitoring kann der Sensor kontinuierlich eine entstehende Unwucht der Maschine analysieren und im Bedarfsfall sicher kommunizieren, zudem erfasst der Sensor die Maschinenbetriebsstunden auf Basis des maschinenbezogenen Schwingungspegels. In der Ausführung DataScience Condition Monitoring bietet das Gerät zusätzlich noch ein smartes Lagerdemodulations-Verfahren zur sicheren und kontinuierlichen Lageranalyse an, den sogenannten BearingScout. Zur Datenübertragung, Gerätediagnose und Parametrierung setzt der Schwingungssensor auf IO-Link. Darüber können Anwender die Schwingungsüberwachung und -analyse herstellerunabhängig in jedem beliebigen SCADA-System über die marküblichen Feldbus-Protokolle oder gleichzeitig über eine standardisierte MQTT- oder HTTPS-Schnittstelle in jedem beliebigen IT-System realisieren. Auch die Konfiguration erfolgt über IO-Link: Basierend auf der jeweiligen Maschinenkategorie gemäß ISO 20816-3 sind vordefinierte Grenzwert-Profile direkt im Gerät hinterlegt.

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2. Platz: Balluff – Condition-Monitoring-Sensor ‚BCM‘

Heike Sippel und Bianca Müller von Balluff © Andreas Juranits / Computer&Automation

Der Condition-Monitoring-Sensor BCM von Balluff erfasst und verarbeitet physikalische Größen wie Vibration, Temperatur, Feuchte und Umgebungsdruck und überträgt die Daten via IO-Link an ein übergeordnetes System. Zusätzlich kann er seinen eigenen Status erkennen und mitteilen. Dieser Sensor ist nun in zweiter Generation verfügbar. Äußerlich wurden das rechteckige Design der ersten Generation, das Kabel mit M12-Stecker sowie die Kommunikation via I/O-Link übernommen. Neu ist die zentrale Befestigungsschraube, die es mittels Adapter ermöglicht, den Sensor an praktisch jede metallische Oberfläche zu befestigen.

Das Innenleben besteht aus einem neuen Beschleunigungssensor, einem Temperatursensor sowie weiterentwickelter Elektronik und Software. Dabei wurde der Messbereich des internen Schwingungsaufnehmers von 2,5 auf bis zu 6 kHz erweitert und die Sensitivität verbessert. Die Maschinenschwingungen werden in drei Achsen simultan aufgenommen, wobei die Achsrichtungen denen der Kanten des Sensorgehäuses entsprechen. Der erweiterte Messbereich ermöglicht es nun, höherfrequente Phänomene zu überwachen – zum Beispiel Überrollungen von Pittings in Wälzlagerlaufbahnen und an Getriebeverzahnungen.

1. Platz: Baumer – Ultrasonic Sensor ‚UF200‘

Philipp Berger von Baumer © Andreas Juranits / Computer&Automation

Der Ultraschallsensor UF200 von Baumer ist Firmenangaben zufolge mit nur 20,5 mm der flachste Ultraschallsensor für Frontmontage mit sehr kurzem Blindbereich. In Verbindung mit einem Erfassungsbereich bis 2000 mm ermöglicht der Sensor damit Anwendungen, die bislang an zu engem Bauraum scheitern. Dazu wurde das Konzept von Ultraschallsensoren neu gedacht und laut Hersteller alle Möglichkeiten in Elektronik-Design und Algorithmus-Programmierung ausgereizt. Das Ergebnis ist die ‚NexSonic‘ Technologie, ein Sensor-design mit einem dafür entwickelten ASIC und dynamischer Signalauswertung. Die NexSonic-Ultraschallsensoren bieten smarte Filtermöglichkeiten und eine IO-Link-Schnittstelle. Die Erfassung schwieriger Objekte oder durch enge Öffnungen hindurch ist dank variabel einstellbarer Schallkeule einfach möglich. Bei der Füllstandsmessung sorgt der intelligente Unterbrechungsfilter dafür, dass Rührwerke oder andere Störobjekte keinen Effekt auf das Messergebnis haben.

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