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Artikel und Hintergründe zum Thema

AMA Innovationspreis

Inka Krischke,

Zwei Entwicklerteams ausgezeichnet

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik hat zwei Entwicklerteams mit dem AMA Innovationspreis 2025 ausgezeichnet, ein etabliertes sowie ein Start-up.

Prof. Dr. Andreas Schütze (Juryvorsitzender), Dr. Henriette Maaß, Enno Schatz (NanoStruct), Peter Krause (AMA Vorstandsvorsitzender) © AMA Verband

Die diesjährigen Gewinner sind die Entwicklerteams von NanoStruct aus Würzburg, einem jungen Unternehmen aus dem universitären Umfeld, sowie das Entwicklerteam der etablierten Firma Endress+Hauser Flow aus der Schweiz. Beide Teams überzeugten die unabhängige Jury aus Wissenschaft und Industrie gleichermaßen. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro wird zwischen den beiden Gewinnern aufgeteilt.

Prof. Dr. Andreas Schütze (Juryvorsitzender), Beat Kissling (Endress+Hauser Flow, Reinach/Schweiz), Peter Krause (AMA Vorstandsvorsitzender) © AMA

Die Preisverleihung fand am 6. Mai 2025 zur Eröffnung der Fachmesse Sensor+Test in Nürnberg statt. Der AMA Innovationspreis wurde in diesem Jahr zum 25. Mal verliehen.

Die ausgezeichneten Projekte im Überblick:

Drei-Minuten-Bakterientest mit SERS-Technologie

Das Start-up NanoStruct entwickelte einen innovativen Schnelltest zur Identifizierung pathogener Bakterien in Lebensmitteln. Die Technologie basiert auf der Surface-enhanced Raman Spectroscopy (SERS) und ermöglicht die minutenschnelle Detektion durch nanostrukturierte Sensoren. Die Herausforderung lag in der reproduzierbaren Herstellung der Nanostrukturen, was nun erfolgreich gelungen ist. Die Technologie steht kurz vor dem Markteintritt – zunächst im Bereich der Lebensmittelanalytik, perspektivisch auch in weiteren sicherheitskritischen Feldern. Getreu dem Leitsatz ‚Schnellere Analyse für ein sicheres Leben‘ leistet das Verfahren einen Beitrag zu mehr Sicherheit und Effizienz in der Qualitätskontrolle.

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Clamp-on Ultraschallsensoren für Hochtemperatur-Durchflussmessungen

Das Entwicklerteam von Endress+Hauser Flow realisierte eine technologische Neuerung, die berührungslose Durchflussmessungen bei Temperaturen bis zu +550 °C erstmals ermöglicht. Mit dem neuartigen Clamp-on-Ultraschallsensor lassen sich auch hochtemperierte Flüssigkeiten wie Salzschmelzen präzise messen, ein relevanter Beitrag für industrielle Anwendungen im Rahmen der Energiewende. Die Sensoren eröffnen neue Einsatzmöglichkeiten, etwa in der thermischen Energiespeicherung oder in Hochtemperaturprozessen, bei denen bisher keine zuverlässige Messtechnik zur Verfügung stand.

„Ich gratuliere beiden Gewinnerteams herzlich. Mit der diesjährigen Doppelvergabe würdigen wir zwei völlig unterschiedliche, aber gleichermaßen zukunftsweisende Entwicklungen“, erklärt Professor Dr. Andreas Schütze, Vorsitzender der Jury. „Sie zeigen, wie Innovationskraft sowohl in Start-ups als auch in etablierten Unternehmen entsteht und wie wichtig diese Vielfalt für den technologischen Fortschritt ist.“

Bewerbungen für den Innovationspreis 2026

Bewerbungsformulare für den AMA Innovationspreis 2026 sind ab Ende Oktober 2025 verfügbar. Bewerben können sich Einzelpersonen oder Entwicklerteams aus Firmen und Instituten.

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