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Artikel und Hintergründe zum Thema

Autonome Robotik

Mechatronik-Drache treibt sein Unwesen

'Tradinno' ist in diesem August wieder der Hauptdarsteller in den Further Drachenstich-Festspielen: Erstmals tritt der Riese offiziell als größter vierbeiniger Schreitroboter der Welt an. Ein Konsortium aus Industrie und Forschung hat das Monster unter der Leitung von Zollner gebaut. Warum das Untier ein Meisterwerk der Mechatronik ist, zeigt eine Bildergalerie.

Das technische Meisterwerk baute Zollner gemeinsam mit Industrieunternehmen wie Audi und VW.

© Zollner Elektronik

Bis zum 17. August treibt das Ungeheuer in diesem Jahr wieder sein Unwesen im weltbekannten Drachenstich im bayerischen Furth im Wald. Und seine Kräfte könnten in diesem Jahr noch einmal gewachsen sein, denn er hat es offiziell ins Guinness Buch der Rekorde 2014 geschafft. Ob er am Ende siegt?

Zehn pneumatische Antriebe, neun Steuergeräte, ein realtime-basiertes Bussystem für  sicherheitsrelevante Anwendungen, CANopen, zwölf elektrische Antriebe, 65 Achsen sowie über 140 unterschiedliche Sensoren, uvm. erwecken das gut 15 Meter lange und 4,5 Meter hohe Monster zum Leben.

Der Riesen-Drache dürfte das wohl größte "Endprodukt" sein, das ein EMS-Unternehmen jemals gebaut hat. Tradinno – der Name ist ein Wortspiel aus "Tradition" und "Innovation" - wurde bei Zollner in Zandt gefertigt. Unter der Leitung von Zollner Elektronik arbeiteten mehr als 20 Firmen und Institutionen an dem High-Tech-Monster und führten Ingenieurskunst und die Fantasie des Drachen-Designers Sikander Goldau zusammen. Hollywoods Effekt-Spezialisten von Magicon waren ebenso dabei wie Mechatronik- und Metallbaufirmen bis hin zu Audi, VW und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik. Finanziert wurde das Projekt zur Hälfte von der Europäischen Union, auch Zollner steuerte einen erheblichen Teil bei. Den Rest musste die Stadt Furth im Wald aufbringen, Veranstalterin des Drachenstichs.

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