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Artikel und Hintergründe zum Thema

Wave Trophy 2014 – Tag 5

Frank Knafla, Frank Schröder | Davina Spohn,

Spiel mit der (Lade-) Zeit

Über 250 Kilometer lang ist die fünfte Tagesetappe der Teilnehmer der Wave Trophy 2014 – genau so lang, wie am zweiten Tagn der Rallye, als die Elektrofahrzeuge unter dem Effizienzaspekt geprüft wurden. Heute kommen jedoch noch feste Ankunfts- und Abfahrtszeiten an den Zwischenzielen dazu – keine Zeit für lange Ladephasen und langsames Fahrtempo.

© Phoenix Contact

Natürlich steht es jedem Team frei, länger an einem Ladepunkt zu bleiben, sollte der Akku für die nächste Fahrt nicht ausreichend voll sein. Jedoch riskiert es dann Strafpunkte. Das wollen wir unbedingt vermeiden. Dem Roadbook entnehmen wir, dass der Ladepunkt in Rheinfelden, Baden-Württemberg – unserem ersten Tagesziel - Drehstromanschlüsse hat, so dass wir auf unsere mobile Quickcharge-Box zurückgreifen. Mit dieser ist es uns möglich, das Auto an einem Drehstromanschluss mit 16 A oder 32 A mit Gleichstrom zu laden. Die Box ist so groß wie ein Reisekoffer und wiegt 31 Kilorgramm. Eigentlich ist sie für den Werkstatteinsatz gedacht - doch wir hatten sie vor dem Start der Wave wohlweislich in unserem Kofferraum verstaut. Was für ein Glück. Am Morgen in Konstanz ist unser Akku zu 100 Prozent geladen und wir gönnen uns den Luxus, im Navigationsgerät die schnellste Strecke nach Rheinfelden einzuprogrammieren.

Am Wasserkraftwerk in Rheinfelden stehen die 400 V(AC)/16A-Drehstromanschlüsse bereit. Nachdem wir die Quickcharge-Box angeschlossen haben, zeigt diese eine Restladung von 18 % von 24,2 kW an. Wir müssen also etwa 20 kW aufladen. Bei dem Renault Fluence ZE, mit dem wir 2013 auf de Wave Trophy dabei waren, würde dies einer Ladezeit von sechs Stunden entsprechen. Mit der Quickcharge-Box beträgt die Restladezeit dagegen nur 101 Minuten. Wären 32 A-Drehstromanschlüsse vor Ort, würde sich die Restladezeit noch einmal halbieren.

Um Punt 12:45 Uhr geht es weiter über die schweizerische Grenze nach Baar. Wir wissen, dass auf der Strecke bei der AMAG - dem Volkswagen-Generalimporteur für die Schweiz - eine fest installierte Schnelladestation liegt. Diese wollen wir ausprobieren. An dieser Schnell-Ladesäule ist es uns möglich, die eingesetzten 9,68 kWh in knapp 45 Minuten nachzuladen. Mit vollem Akku geht es weiter nach Baar, wo wir exakt um 16:10 Uhr nach Einsiedeln abfahren müssen. Mit vollem Akku und dem beruhigendem Wissen, das in Einsiedeln die Nacht zum Laden zur Verfügung steht, überwinden wir 28 Kilometer und 500 Höhenmeter von Baar nach Einsiedeln. Alles ist entspannt – wir erinnern und an die vergangene Wave Trophy, wo wir uns noch von Ladepunkt zu Ladepunkt durchschlagen mussten.

Morgen überfahren wir den Furkapass - ein Schweizer Straßenpass in den Alpen, der 2.429 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Von Andermatt aus werden wir dann eine Passhöhe von 1.000 Höhenmetern überwältigen müssen. Wir hoffen auf gutes Wetter.

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