Wave Trophy 2014 – Tag 7

Davina Spohn,

Corso zur Feier einer neuen Elektroladesäule

Die siebte Tagesetappe führt die Wave Trophy nach Le Bouveret am Genfersee. Die noch nicht fertig installierte Ladeinfrastruktur zwingt die Teilnehmer, kreativ zu werden. Dafür wartet am nächsten Stop eine neue Ladesäule auf ihre feierliche Einweihung.

© Phoenix Contact

Nach einer erholsamen Nacht im Hotel beginnt der Tag um 8 Uhr mit der Vorstellung der Elektromobile durch die Teams vor den Kindern und Jugendlichen der örtlichen Schule. Wir räumen den Rücksitz und Frank Schröder unternimmt mit einigen Schülern eine kurze Rundfahrt durch Saas Fee. Um halb neun starten wir bei herrlichem Sommerwetter den vorletzten Tag der Wave Trophy 2014 – von Saas Fee machen wir uns auf nach Le Bouveret am Genfersee.

In Saas Grund, kurz hinter Saas Fee, ist eine Abfahrt zum Tanken vorgesehen. Sie bleibt von uns jedoch ungenutzt, da wir in Saas Fee nahezu vollgeladen losgefahren sind. Durch den eingeschobenen Halt sind wir allerdings gezwungen, stark zu bremsen. In Le Bouveret ist die Ladeinfrastruktur beim Eintreffen der Elektromobile noch nicht installiert, so dass wir uns selbst eine Auflademöglichkeit organisieren müssen. Fahrzeuge mit geringer Reichweite sind darauf angewiesen, dass sie beim Eintreffen sofort mit dem Laden beginnen können. Mit zunehmend mehr eintreffenden Fahrzeugen und dem Wunsch, sofort mit dem Laden zu beginnen, macht sich unter den Teilnehmern Ungeduld breit.

Wir versuchen, die Ruhe zu bewahren, und machen uns auf die Suche nach einer AMAG / Volkwagen-Werkstätte. Wir haben Glück und finden einen VW-Service-Partner, bei dem wir unsere Quickcharge-Box anschließen können. Als Ladezeit stehen uns 45 Minuten bei einer Ladeleistung von 22 kW zur Verfügung. Nachdem wir das Fahrzeug angeschlossen haben, lädt uns der Chef zu einem Kaffee ein. Nach einer Dreiviertelstunde ist der Akku wieder zu 80 % gefüllt, so dass wir uns auf den Weg nach Murten, dem letztendlichen Zielort dieses Tages, machen können.

In Murten soll mit einer kleinen Feier die Installation und Inbetriebnahme einer Ladesäule gefeiert werden. Mit den anderen Teilnehmern der Wave treffen wir uns vor der Schule des Ortes. 75 Elektromobile auf einem Platz aufzustellen, gestaltet sich nicht so einfach. Nach den Ansprachen und Glückwünschen formen wir eine Parade und fahren als Corso durch Murten. Erst danach beginnt das Laden. Wir laden mit 3,6 kW einphasig. Das ist ausreichend, da wir über Nacht bleiben, und wir wollen die temporäre Ladepunktinstallation nicht unnötig mit einem hohen Strom belasten. Dennoch schalten wir unser SMS-Melderelais dazwischen - man weiß ja nicht, was noch so passieren wird. Sollte die Spannung durch das Auslösen einer Sicherung einbrechen, dann bekommen wir eine SMS und können uns um die Behebung bemühen. Das ist wichtig, da uns am letzten Tag der Wave nochmal ein Anstieg um 500 Höhenmeter auf den Brünigpass ansteht und der Abschluss der Wave auf der Sonnenalp am Rigi sein wird – das bedeutet eine erneuter Anstieg um fast 600 Meter. Dazwischen liegen drei Etappen mit mehr als 70 Kilometern - und die zeitgerechte Abfahrt an den Etappenorten ist wieder relevant für die Wertung der Wave-Jury.

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