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Artikel und Hintergründe zum Thema

Deutsche Telekom

Alexandra Hose,

5G-mmWave: Aus dem Labor in die Fabrik

Die 5G-mmWave-Technologie ist erstmals kommerziell für Industriekunden verfügbar. Die Deutsche Telekom hat die 5G-Frequenzen im Millimeterwellen-Bereich (mmWave) bei 26 Gigahertz mit Anwendungsfällen aus der Industrie verprobt.

5G-Millimeterwellen eignen sich für datenintensive Anwendungen in der Fertigungsindustrie.

© Deutsche Telekom/ iStock/onurdongel

Im 5G-Campus des Berliner Werner-von-Siemens Centre wurden autonom fahrende Industriemaschinen und -roboter mit einem Router vernetzt. Dieser unterstützt neben 5G-Standalone im Industrie-Spektrum bei 3,7 Ghz erstmals auch das sogenannte mmWave-Spektrum. Mit niedrigen Latenzzeiten von drei bis vier Millisekunden RTT (round trip time) und einer Datenrate von über 4 Gigabit pro Sekunde im Download und 2 Gigabit im Upload sind diese Millimeterwellen besonders für datenintensive Anwendungsfälle in der Fertigungsbranche geeignet. Die 5G-mmWave-Kommunikation wird von Telit Cinterion ermöglicht, einem globalen Anbieter, der IoT-Lösungen Ende-zu-Ende anbietet.

Während Kunden bereits 5G-Campus-Netze im sogenannten Mid-Band für viele Industrieanwendungen einsetzen, können nun Anwendungen im Bereich der autonomen Fahrzeuge und Fertigungsindustrie realisiert werden. Die besondere Fähigkeit der mmWaves liegt darin, große Datenmengen in Echtzeit zu übertragen. Das Frequenzspektrum rund um 26 GHz wird in Deutschland von der Bundesnetzagentur exklusiv an Interessenten zugeteilt. Die Nutzung ist derzeit nur für lokale Anwendungen möglich. »Für unsere Industriekunden ist es sehr wichtig, Daten aus den Maschinen upzuloaden, um sie in Echtzeit analysieren zu können«, erläutert Klaus Werner, Geschäftsführer Geschäftskunden Telekom Deutschland GmbH.

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Autonom arbeitende Roboter im Werner-von-Siemens Centre

Das 5G-Standalone-Campus-Netz des Werner-von-Siemens Centre funktioniert getrennt vom öffentlichen Mobilfunknetz der Telekom. Die gesamte Infrastruktur, von den Antennen über aktive Systemtechnik bis zum Kernnetz, kommt von Ericsson. Auf Basis dieses Netzes arbeitet eine Flotte autonom fahrender und agierender Roboter in dem Center an verschiedenen Anwendungsfällen. Bei erhöhten Anforderungen an die Kommunikation und die Datenübertragung und damit auch beim Lösen von komplexeren Aufgaben, kommen die 5G-Millimeterwellen zum Tragen. So beispielsweise bei einem Anwendungsfall aus der Computer Vision: Der Roboter holt eine Bestellung ab und überprüft auf dem Weg zum nächsten Zielpunkt, ob die georderte Ware vollständig ist. Bei einer Abweichung ordert er die Ware direkt nach.

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