Puls
Neue Märkte im Visier
Als erfolgreichstes Jahr der bisherigen Firmengeschichte bezeichnet die Firma Puls das jetzige – mit einem überdurchschnittlichen Wachstum sowohl was den Umsatz als auch die weltweite Mitarbeiterzahl anbelangt.
Die Geschäftsführung von Puls Vario an den Standorten Drebach und Wien übernimmt Ewald Braith.
© PulsBernhard Erdl, Geschäftsführer, Chefentwickler und Inhaber von Puls, erwartet für 2017 einen Umsatz von 160 Mio. Euro – und damit ein Plus von etwa 25 %. Davon entstünden 18 % organisch und 7 % durch die Akquisition von Etasyn. Ambitioniertes Ziel für 2020: 200 Mio. Euro.
Der deutsche Stromversorgungshersteller Etasyn mit eigenem Produktionsstandort in Drebach und insgesamt 75 Mitarbeitern wurde im Zuge der Integration in die Puls-Gruppe in eine neue Business Unit namens Puls Vario eingegliedert. Dank einer Standortschließung des Power-Anbieters Artesyn in Wien konnte zudem ein weiteres Entwicklungsteam gewonnen werden. Die Entwickler werden sowohl an Geräten der Standard-Stromversorgungen von Puls mitarbeiten als auch kundenspezifische Lösungen entwickeln. Die Geschäftsführung von Puls Vario an beiden Standorten übernimmt Ewald Braith, der seit 2015 als General Manager von Etasyn tätig ist.
Durch die Gründung von Puls Vario wird das „Puls Power House“ künftig von zwei Säulen getragen: Neben dem Portfolio an Standard-Stromversorgungen bilden die kundenspezifischen Lösungen, Modifikationen von Standardgeräten sowie kompletten Baugruppen einen zweiten wichtigen Geschäftsbereich in der Unternehmensgruppe. Mit dieser Strategie will das Unternehmen seine Präsenz in Marktsegmenten intensivieren, die einen starken Bezug zu kundenspezifischen Lösungen haben: Auf die Medizintechnik entfiel beispielsweise gut die Hälfte des Etasyn-Umsatzes im letzten Geschäftsjahr. Marktkompetenz besteht auch im Bereich der Fördertechnik für Stückgut (Material Handling) und der Bahntechnik.
Unterer Leistungsbereich ausgebaut
Auch mit neuen Netzteilen der ‚Piano‘-Serie – den DIN-Schienen-Stromversorgungen ‚PIC60‘ und ‚PIC90‘ sowie der 480-W-Stromversorgung ‚PIC480.241D‘ – will das Unternehmen laut Bernhard Erdl „einen für Puls neuen Markt erschließen“ und Anwender erreichen, „die sich Puls bisher nicht leisten konnten“.
Die kostenorientierte 24-V/20-A-Stromversorgung ‚PIC480.241D‘ bietet einen Wirkungsgrad von 95 % und eine Baubreite von nur 59 mm.
© PulsAnwender erhalten mit den Netzteilen, die „bekannte Qualität zu 25 % niedrigeren Kosten“. Erreicht wird dies durch den Verzicht auf Nebenfeatures und Design-Innovationen wie etwa ein Kunststoffgehäuse.
Die Netzteile basieren auf einem Single-Board-Design, sie kommen mit nur einer Leiterplatte und einer reduzierten Anzahl an Bauteilen aus. Dieser Aufbau erleichtert zum einen die Fertigung und Prüfung der Geräte, zum anderen hat das Design einen positiven Einfluss auf die Zuverlässigkeit der Stromversorgungen, da die Anzahl an potentiellen Fehlerquellen reduziert wird.
Zu den bestehenden Leistungsklassen 120 W, 240 W und 480 W der ‚Piano‘-Produktfamilie gesellen sich eine 60-W- und eine 90-W-Stromversorgung.
© PulsDie Stromversorgungen ‚PIC60‘ und ‚PIC90‘ Geräte befinden sich im Polycarbonat-Gehäuse, das bis zu einer Umgebungstemperatur von +70 °C geeignet ist. Der Verzicht auf ein Metallgehäuse war durch die hohen Wirkungsgrade der Geräte möglich. Aufgrund der niedrigen Leistungsverluste muss das Gehäuse der ‚Pianos‘ nicht als Kühlkörper fungieren. Für den Anwender ergibt sich durch das Polycarbonat-Gehäuse neben einem Kostenvorteil auch ein deutlicher Gewichtsvorteil gegenüber Metallgehäusen.













