Elektromobilität
Drahtloses Laden während der Fahrt
Drahtloses Laden funktioniert, und zwar sowohl im Stand als auch während der Fahrt. Zu diesem Ergebnis kommt die zweieinhalb Jahre währende Untersuchung des belgischen Forschungszentrums Flanders' Drive.
Für die Untersuchung wurden einerseits Systeme für drahtloses Laden in einem Auto und einem Bus integriert und andererseits in einer Ladestelle bei Flanders' Drive und in der Fahrbahndecke eines Stücks der N769 in der belgischen Stadt Lommel, die als Teststrecke diente.
Renilde Craps, Direktorin von Flanders’ Drive: "Die Effizienz der bei der Untersuchung verwendeten induktiven Ladesysteme liegt durchschnittlich über neunzig Prozent, und zwar sowohl für das Laden im Stand als auch während der Fahrt bis zu siebzig Kilometer pro Stunde." Das Magnetfeld, das bei der drahtlosen Ladung entsteht, sei sicher zu beherrschen.
Ein induktives System zum drahtlosen Laden von elektrischen Fahrzeugen besteht aus zwei Teilen:
- Ein Teil befindet sich auf der Unterseite des Fahrzeugs.
- Der andere Teil befindet sich auf der Fahrbahndecke oder im Boden einer Ladestelle. Wenn beide Teile übereinander liegen, wird das Fahrzeug drahtlos aufgeladen.

Studie prognostiziert 3,1 Mio. Stromtankstellen bis 2019
Der Europamarkt für Ladestationen für Elektrofahrzeuge soll ab sofort "deutlich wachsen", wie eine aktuelle Studie von Frost & Sullivan besagt - nämlich um jährlich 113,3 % von 7.250 Ladestationen im vergangenen Jahr auf über 3,1 Millionen bis 2019.
Untersucht wurden zwei induktive Ladesysteme: Eines, das ein elektrisches Auto in sieben Stunden auflädt sowie ein Schnelladesystem, das in einer Stunde auflädt. Beides mal erfolgt das Laden des Fahrzeugs gänzlich automatisch und beginnt, sobald der Lenker sein Fahrzeug auf einer Ladestelle geparkt hat.
Auch das Laden von Bussen im Stand und in Fahrt war Gegenstand der Untersuchung. Beide Anwendungen funktionieren effizient, sowohl bei einer Fahrbahndecke aus Beton als auch aus Asphalt. Bsondere Aufmerksamkeit lag dabei auf der Positionierung des Busses auf der Straße, so Craps.
An dem Projekt waren Bombardier, Energy ICT, Infrax, Inverto, die Katholische Universität Leuven, Mobistar, NXP, OCW, Van Hool, Volvo und die Freie Universität Brüssel beteiligt.









