ABB

Günter Herkommer,

Die Zahlen für Q4/2012 und das Gesamtjahr 2012

ABB hat Mitte Februar die Zahlen für das 4. Quartal sowie für das gesamte Geschäftsjahr 2012 bekannt gegeben. Auftragseingang und Umsatz sind laut Konzernchef Joe Hogan jeweils gestiegen, rückläufig waren hingegen das Ergebnis vor Zinsen und Steuern beziehungsweise der Gewinn.

Joe Hogan: "2012 haben wir weitreichende Massnahmen zur Anpassung unserer geografischen Ausrichtung und unseres Portfolios ergriffen."

Laut Joe Hogan, Vorsitzender der Konzernleitung, hielten die Unsicherheiten in den Märkten im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2012 an, was in der Folge in vielen Geschäftsfeldern von ABB zu einer Zurückhaltung beim Kaufverhalten führte. Ungeachtet dessen legte der Auftragseingang um vier Prozent auf knapp 10,52 Mrd. US-Dollar zu (Q4/2011: 10,16 Mrd.). In derselben Größenordnung stieg der Umsatz: von 10,57 Mrd. US-Dollar im Vergleichsquartal 2011 auf 11,02 Mrd. US-Dollar. Maßgeblich beigetragen zum Umsatzwachstum – und zwar mit insgesamt 600 Mio. US-Dollar –  hat der nordamerikanische Anbieter von Niederspannungskomponenten Thomas Betts, den ABB Mitte 2012 für insgesamt 3,9 Mrd. US-Dollar übernommen hatte.  Zieht man diesen Beitrag ab, sank der Umsatz von ABB organisch betrachtet um rund ein Prozent. Auf die Geschäftsbereiche herunter gebrochen verzeichnete der Konzern in den Division Industrieautomation und Antriebe sowie in der Division Niederspannungsprodukte ein Umsatzplus, während der Umsatz in den anderen Divisionen stabil blieb oder zurückging.

Was schließlich das operative Ergebnis (Ebit) sowie den Konzerngewinn betrifft, musste ABB im vierten Quartal deutliche Abstriche machen – ersteres sank um 23 Prozent auf 863 Mio. US-Dollar (Vorjahresquartal: 1,12 Mrd. US-Dollar), der Gewinn sogar um 27 Prozent auf 604 Mio. US-Dollar (830 Mio. US-Dollar). Verantwortlich hierfür war Hogan zufolge insbesondere das rückläufige Ergebnis in der Division Energietechniksysteme, welches wiederum zu einem großen Teil mit Belastungen aus der Neuausrichtung der Division zusammenhing.   

Der Blick auf das Gesamtjahr 2012 ergibt folgendes Bild: Der Auftragseingang legte im Vergleich zum Geschäftsjahr 2011 marginal zu auf rund 40,23 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 40,21 Mrd. US-Dollar), der Umsatz stieg um vier Prozent auf knapp 39,34 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 37,99 Mrd. US-Dollar), das Ebit sank um 13 Prozent auf 4,06 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 4,67 Mrd. US-Dollar) und der Gewinn ging um 15 Prozent auf 2,70 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 3,17 Mrd. US-Dollar) zurück.

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