Maschinen- und Anlagenbau
Deutscher Export wächst im ersten Quartal 2012
Die Nachfrage der EU-Partnerländer nach deutschen Maschinen und Anlagen schwächelte im ersten Quartal 2012. Aber alles in allem stieg laut dem VDMA das deutsche Exportgeschäft im Vergleich zum Vorjahrszeitraum. Eine große Überraschung: Vor allem der Export in kleine Märkte, wie Australien und Ozeanien, wuchs um über 70 Prozent.
Die deutschen Maschinenbauer exportierten im ersten Quartal 2012 Maschinen und Anlagen im Wert von 36,5 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von nominal 10,6 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2011. Frischer Wind in das Exportgeschäft kommt aus vergleichsweise kleinen Märkten: „Australien und Ozeanien verbuchten mit einem Plus von 70,9 Prozent die höchsten Zuwachsraten“, betont der Chefvolkswirt des VDMA, Dr. Ralph Wiechers. Auch andere Regionen fragen verstärkt deutsche Maschinen und Anlagen nach, wie Nordamerika mit plus 25 Prozent und Lateinamerika mit plus 26,9 Prozent. Auch der Export nach Südostasien (plus 22,1 Prozent) und dem Nahen und Mittleren Osten (plus 18,9) hat zugenommen.
In den EU-Ländern waren die deutschen Anlagen um 11 Prozent begehrter als noch ein Jahr zuvor. Allerdings erreichten in den Partnerländern der EU die Exporte mit 14,7 Milliarden Euro nach wie vor nicht das Niveau von 2008 (17,1 Milliarden Euro). „Dadurch, dass das Wachstum vornehmlich außerhalb Europas stattfindet, ist der Anteil der EU-27 am Export des deutschen Maschinenbaus von 48,3 Prozent im ersten Quartal 2008 auf 40,3 Prozent heute gesunken", präzisiert Wiechers die Entwicklung.
Der Export nach Ostasien fiel um 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Ursache hierfür macht der VDMA insbesondere an der wenig dynamischen Nachfrage der Volksrepublik China fest. Wiechers relativiert jedoch diese Abnahme und spricht von einem „Rückgang auf hohem Niveau. Immerhin konnte der China-Export seit 2008 um rund 60 Prozent gesteigert werden“.










