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Artikel und Hintergründe zum Thema

Neue Studie

Lukas Dehling,

Es geht auch ohne PLM

Eine Studie veranlasst Zuken, eine neue Strategie zur Steigerung der Produktivität in der Entwicklung zu fahren. Diese sieht eine anwendernahe Bereitstellung von Daten in den Disziplinen Elektronik und Elektrotechnik vor.

Das Konzept von Zuken sieht die anwendernahe Verwaltung der Bewegungsdaten im Rahmen der disziplinspezifischen Autorenumgebung sowie einen schlanken Abgleich mit der PLM- und ERP-Ebene vor.

© Zuken

Viele Unternehmen in der produzierenden Industrie nehmen immer mehr Anstrengungen finanzieller und organisatorischer Art auf sich, um die wachsende Komplexität ihrer Entwicklungsprojekte zu kontrollieren und ihre Produktivitätsziele zu erreichen. Das bestätigt eine Umfrage des IT-Markt-forschungsunternehmens Techconsult, für die 163 Entscheider im Bereich Produktentwicklung in der produzierenden Industrie befragt wurden: Nur 55 % der Arbeitszeit von Entwicklern steht für die eigentlichen Entwicklungsaufgaben zur Verfügung, die restlichen 45 % entfallen auf so genannte Stützleistungen, also unproduktiven Aufwand für Datenpflege und -Weitergabe. 77 % erwarten, dass der Aufwand für Stützleistungen durch die Einführung eines PLM-Systems eher steigen würde. 78 % aller Unternehmen glauben, dass eine disziplinspezifische Datenverwaltung und ein Abgleich mit der PLM- beziehungsweise ERP-Ebene eine sinnvolle Alternative für die Elektronik und Elektrotechnik ist. Diese Ergebnisse haben Zuken veranlasst, eine neue Strategie zu fahren.

Das Unternehmen stellt dabei das Axiom in Frage, dass die Entwicklungsdaten aller an einem Entwicklungsprojekt beteiligten Disziplinen und Gewerke notwendigerweise in einer einzigen PLM- oder ERP-Systemumgebung gehalten werden müssen. Stattdessen geht Zuken den Weg einer anwendernahen Verwaltung und Bereitstellung der erforderlichen Daten und Informationen im Rahmen der CAD-Autorenumgebung, die mit deutlich geringerem Integrationsaufwand mit der PLM- oder ERP-Ebene synchronisiert werden kann.

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Anwendernahe Verwaltung

Dieser Ansatz, von Zuken auch als ‚Domain Data Management‘ bezeichnet, adressiert einen der häufigsten Gründe für das Scheitern vieler PLM-Projekte, und zwar die Implementierung und Pflege der erforderlichen Schnittstellen, die sich vielfach als wesentlich aufwendiger und kostenintensiver darstellt als von den Beteiligten angenommen. Die Fähigkeit, ECAD-Originaldaten zu öffnen und zu lesen, soll eine effiziente Unterstützung von strukturierten Änderungs-, Konfigurations- und Wiederverwendungsprozessen ermöglichen und den Abgleich mit der PLM- und ERP-Ebene vereinfachen.

Eine neue Daten- und Projektsteuerungs-Umgebung von Zuken ist direkt in die Oberfläche von Zukens E³.series für die Elektrotechnik und Fluid-Konstruktion eingebunden, so dass Entwickler Zugriff auf alle erforderlichen Informationen erhalten, ohne ihre vertraute Umgebung verlassen zu müssen.

Integration in die Autorenwerkzeuge

DS-E3 ist eine Datenmanagement-Umgebung für die spezifischen Anforderungen der Elektrotechnik. Sie stellt allen am Produktentstehungs- und Fertigungsprozess beteiligten Mitarbeitern und Lieferanten aktuelle, gültige und validierte Entwicklungsdaten, Stücklisten und Bibliotheksinformationen zur Verfügung. Mit Funktionen für das Änderungs- und Konfigurationsmanage- ment bringt DS-E3 auch Fähigkeiten für die Unterstützung entsprechender Unternehmensinitiativen mit. Die neue Software ist auf derselben Plattform aufgebaut wie ihr Pendant für die Leiterplatten-Entwicklung, DS-CR, die ebenfalls direkt in die Oberfläche der CR-8000-Familie für die Leiterplatten- und Systementwicklung eingebunden ist.

Benjamin Nixdorf, Geschäftsführer von Zuken Europe, verbindet mit der neuen Datenmanagement-Lösung große Erwartungen: „Die neue Software-Technologie hat das Potenzial, Produktivitätssteigerungen in einer ganzen Reihe von Branchen der produzierenden Industrie zu ermöglichen. Neben der Bereitstellung aktueller und gültiger Entwicklungsstände unterstützt sie eine Reihe von strategischen Initiativen unserer Kunden, wie zum Beispiel die systematische Nutzung vorhandener Entwicklungsdaten, die Konfiguration kundenspezifischer Produkte oder die Implementierung eines mechatronischen Entwicklungsprozesses.

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