Photonik-Software

Andrea Gillhuber,

Keysight übernimmt VPIphotonics

Mit der Übernahme von VPIphotonics baut Keysight Technologies sein Softwareportfolio für die Photonik-Entwicklung aus. Die Lösungen decken künftig den gesamten Designprozess von der Bauteilphysik bis zur Simulation kompletter optischer Systeme ab.

© CrioStudio/stock.adobe.com

Keysight Technologies hat die Übernahme des Softwareunternehmens VPIphotonics am 9. Juni 2026 abgeschlossen. Mit der Akquisition erweitert das Unternehmen sein Angebot für die Photonik-Designautomatisierung um Simulationen auf Systemebene. Entwickler sollen dadurch optische und elektronische Systeme innerhalb einer durchgängigen Entwicklungsumgebung entwerfen und analysieren können. Über die finanziellen Bedingungen der Transaktion vereinbarten die Unternehmen Stillschweigen.

Hintergrund ist die steigende Nachfrage nach Siliziumphotonik und Co-Packaged Optics, insbesondere für Rechenzentren und KI-Infrastrukturen. Die zunehmende Komplexität solcher Systeme erfordert Simulationswerkzeuge, die den gesamten Entwicklungsprozess ohne manuelle Übergaben zwischen verschiedenen Softwarelösungen abbilden. 

Durchgängiger Entwicklungsworkflow

Das Portfolio von Keysight umfasst nun Werkzeuge für unterschiedliche Ebenen des Photonik-Designs. RSoft dient der Simulation einzelner Komponenten wie Wellenleiter, Gitter, Modulatoren und Laserquellen. Photonic Designer unterstützt Entwicklung und Verifikation photonischer integrierter Schaltungen. Mit der VPIphotonics Design Suite kommen nun Simulationen kompletter optischer Systeme hinzu.

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Ein Beispiel für den integrierten Entwicklungsansatz ist „VPI Optical Link in Keysight ADS“. Die Software ermöglicht die Simulation des gesamten Signalpfads eines Transceivers – vom elektrischen über den optischen bis zurück in den elektrischen Bereich. Dadurch lassen sich unter anderem Bitfehlerraten vorhersagen, ohne zwischen verschiedenen Simulationswerkzeugen wechseln zu müssen. Die Ergebnisse können zudem mit den Messsystemen von Keysight abgeglichen werden, wodurch sich Fehler früher erkennen und die Zahl der Prototypen reduzieren lässt.

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