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Artikel und Hintergründe zum Thema

Digitales Lernen – Teil 2

Alexander Brochier und Philipp Rieckborn | Andrea Gillhuber,

Digitale Lernkultur etablieren

Die Vision der ‚Future of Learning‘ verändert die Art der Wissensvermittlung. Für den Lernenden entsteht eine virtuelle Umgebung mit geführten und eigenverantwortlich auszuführenden Schulungsangeboten.

© Siemens

In Zeiten der Pandemie wird immer wieder von einer ‚neuen Normalität‘ gesprochen. Diese neue Normalität beinhaltet nicht nur Home-Office, Web-Meeting und Video-Konferenzen, sondern auch eine neue Art des Lernens. Bereits in den 1970er Jahren wurde die traditionelle Wissensvermittlung hinterfragt, doch erst mit dem Fortschreiten der Digitalisierung fanden Begriffe wie ‚Flexibles Lernen‘, ‚digitales Lernen‘, ‚Lernen 4.0‘, ‚Agile Learning‘, ‚Blended Learning‘ oder ‚Distance Learning‘ Einzug in die Lernkultur. 
Siemens fasst diese oft synonym verwendeten Bezeichnungen unter ‚Future of Learning‘ zusammen. Der Ausgangspunkt bzw. die Zielsetzung des neuen Lernansatzes ist es, den Lernenden flexible und ihren Bedürfnissen entsprechende Lernangebote anbieten zu können, die Eigenverantwortung im Lernprozess zu fördern und somit letztlich bessere, nachhaltigere und schnellere Lernerfolge sicherzustellen. 

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Modulares, durchgängiges Lernkonzept

Unter ‚Future of Learning‘ versteht Siemens die Vermischung synchroner und asynchroner Lernmethoden, sprich den fließenden Übergang von eigenverantwortlicher Wissensaneignung via beispielsweise Webinar und geführten Live- beziehungsweise Präsenz-Formaten. Die Nutzung digitaler Kanäle birgt einige Vorteile. Web-based Trainings, Tutorials und E-Learnings können die Teilnehmer unabhängig von Zeit und Ort nutzen. Das erhöht die Lerneffizienz und spart dabei auch noch Reisezeit und -kosten. 
Entsprechend durchgängig und modular ist auch die Digital Industry Academy Sitrain aufgebaut. Darunter versteht Siemens ein Ökosystem zur Wissensvermittlung für digitale Industrien. Das Portfolio besteht aus der Wissensdatenbank Sitrain open, der digitalen Lernplattform Sitrain access und Sitrain personal, dem geführten Training, virtuell oder vor Ort. Je nach Beschaffenheit des zu vermittelnden Wissens und entsprechend den Kundenwünschen sollen zukünftig die Lerninhalte im ‚Blended Learning‘-Ansatz durch eine Mischung aller drei Säulen vermittelt werden.
 

Inhalte aus der Praxis und virtuelle Übungsumgebungen

Die digitale Plattform ermöglicht Lernen und Weiterbildung in zahlreichen Industrie-Branchen. Siemens-eigene Experten managen und erweitern das modulare Wissensangebot kontinuierlich. Darüber hinaus bilden web-based Trainings, Tutorials und Screencasts für jede Wissensstufe den Kern von Sitrain access. Anwender können sich hier vor allem in den Bereichen Prozess- und diskrete Automatisierung, Antriebstechnik sowie Digitalisierung weiterbilden. Die Inhalte dazu basieren in weiten Teilen auf Anregungen von Pilotkunden und entsprechen damit Fragestellungen und Herausforderungen aus der realen Praxis. 

Das Erlernte auch praktisch anzuwenden ist ein wichtiger Faktor für den Lernerfolg. Die neue Cloud-Funktion ‚Virtual Exercise Lab‘ ergänzt das Angebot diesbezüglich. Hier können Anwender sich über ihren Internetbrowser auf eine virtuelle Übungsumgebung aufschalten, die aus Engineering-Software, etwa TIA Portal, simulierter Hardware wie etwa PLC SIM und sogar einem virtuellen Prozessmodell besteht. Diese Schnittstelle von VR (Virtual Reality) und realer Welt hat neben schnellen Lern-erfolgen einen weiteren Vorteil: Da die Anwender sich gemäß dem ‚Sandbox-Ansatz‘ in einer geschützten Umgebung befinden, haben Fehler oder Experimente keine Auswirkungen auf das reale System.

Kompetenzen sichern und stärken

Neben dem Praxisbezug verfolgt Sitrain access ein stringentes Konzept: Die modularen und individuell wählbaren Lerninhalte, sogenannte ‚Aktivitäten‘, werden zum Beispiel über Tutorials und web-based Trainings vermittelt und wiederholt. Anschließend erfolgt die regelmäßige Abfrage des Erlernten mittels Verständnisfragen und Zwischentests, sogenannte ‚Checkpoints‘. In Kombination mit transparenten Lehrplänen und individuellen Dashboard-Übersichten sichert dieses Vorgehen den langfristigen Lernerfolg. Darüber hinaus können Unternehmer oder Führungskräfte ihren Mitarbeitern gezielt Kurse und Lerninhalte zuweisen. Das sorgt für einen einheitlichen, definierten Wissensstandard innerhalb des Unternehmens. Siemens liefert mit den digitalen Selbstlernangeboten zu den eigenen Automatisierungslösungen Antworten auf die Anforderungen einer zunehmend digitalen Welt. 

In Sitrain access werden mit vielfältigen Formaten moderne Wissensvermittlung mit pädagogisch effektiven Methoden und modularen Möglichkeiten verbunden, um wissensbasierte unternehmerische Kompetenzen zu stärken und zu sichern. 

Die Autoren:

Alexander Brochier ist Teamleiter Marketing Sitrain bei Siemens.

Philipp Rieckborn ist Leiter Digital Industry Academy bei Siemens.

Sitrain besteht aus drei Lernformaten: der Wissensdatenbank, der digitalen Lernplattform sowie Trainings.

© Siemens

Die Artikelserie

Die Artikelserie über die digitale Lernplattform Sitrain von Siemens beschreibt die einzelnen Elemente der Plattform:

  • Teil 1: Sitrain open – die Wissendatenbank
  • Teil 2: Sitrain access – die digitale Lernplattform
  • Teil 3: Sitrain personal – geführtes Training, virtuell oder vor Ort (erscheint am 31. Mai 2021).

Teil 4 der Artikelserie ist losgelöst von der Lernplattform zu betrachten und beschreibt, wie mit dem Siemens-Angebot Vizendo Virtual Training Solutions Mitarbeiter basierend auf einer digitalen Trainingsumgebung individuell geschult werden können.

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