Legacy-Systeme
Technische Schulden werden zur Milliardenfalle
Weltweit tätige Unternehmen verlieren im Durchschnitt mehr als 370 Millionen US-Dollar pro Jahr durch technische Schulden. Hauptgrund sind veraltete und ineffiziente Legacy-Systeme und -Anwendungen, deren Modernisierung oft ins Stocken gerät. Das geht aus einer Studie von Pegasystems hervor, für die über 500 IT-Entscheider weltweit befragt wurden.
Der größte Kostenfaktor ist demnach die Zeit, die durch traditionelle, ressourcenintensive Prozesse in Transformationsprojekten verloren geht – im Schnitt rund 134 Millionen Dollar pro Jahr. Hinzu kommen 58 Millionen Dollar für gescheiterte Modernisierungsinitiativen und etwa 56 Millionen Dollar für Wartung, Updates und Integration alter Systeme.
78 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass die in Legacy-Anwendungen investierten Ressourcen besser in effektivere Projekte fließen sollten. 36 Prozent nennen Zeitmangel als Grund für die fehlende Modernisierung, 29 Prozent sind mit dem „Fire-Fighting“ bestehender Probleme ausgelastet, und ein weiteres Viertel berichtet von mangelnder Priorität auf Führungsebene.
Zwei Drittel der IT-Entscheider geben an, täglich auf bis zu zehn Legacy-Anwendungen angewiesen zu sein; knapp ein Drittel nutzt sogar elf bis zwanzig. Nur neun Prozent sagen, dass sie ihre alten Systeme vollständig ersetzt haben.
„Viel zu wenige Unternehmen denken an die Hunderte Millionen Dollar, die sie jedes Jahr verlieren, weil Legacy-Technologien und technische Schulden große Ineffizienzen verursachen, die direkte und indirekte finanzielle Folgen haben“, betont Don Schuerman, Chief Technology Officer bei Pegasystems.
Zur Berechnung der durchschnittlichen Kosten wurden neben direkten auch indirekte Aufwände berücksichtigt. Grundlage waren Branchenbenchmarks und IT-Ausgaben für Modernisierungsprojekte, ergänzt durch Erfahrungswerte aus Unternehmenskooperationen.











