Keysight

Andrea Gillhuber,

Simulation physikalischer Wechselwirkungen

Keysight Technologies hat mit ‚Keysight Multiphysics‘ eine Design- und Verifikationslösung für die Elektronikentwicklung vorgestellt. Die Software soll physikalische Wechselwirkungen frühzeitig simulieren und so Ausfälle bereits vor dem Bau eines Prototyps erkennen.

© Keysight

Hintergrund ist die zunehmende Komplexität moderner Elektronik, bei der elektrische, thermische, mechanische und optische Komponenten eng miteinander verbunden sind. Nach Angaben des Unternehmens können Wechselwirkungen zwischen diesen Bereichen zu Fehlern führen, die häufig erst nach Fertigstellung eines Produkts erkannt werden.

Erste Anwendung für Strukturanalysen

Die erste Version der Software konzentriert sich auf Strukturanalysen. Sie umfasst Simulationen für Sturz-, Stoß- und Vibrationstests und soll diese bereits während der Entwicklung ermöglichen, bevor physische Prototypen gebaut werden.

Nach Angaben von Keysight verkürzt die Software entsprechende Simulationsprozesse von mehreren Wochen auf wenige Stunden. Vorkonfigurierte Anwendungsvorlagen sollen zudem die Einrichtung der Simulation vereinfachen und den Einsatz auch ohne spezialisierte Kenntnisse im Computer-Aided Engineering (CAE) ermöglichen.

„Komplexität ist heute das bestimmende Merkmal des Elektronikdesigns. Früher behandelten Entwickler elektrische, thermische und mechanische Effekte als separate Probleme. Dieser Ansatz reicht heute nicht mehr aus. Wir haben Keysight Multiphysics entwickelt, indem wir genau die Probleme angegangen sind, mit denen unsere eigenen Entwickler konfrontiert waren. Damit bieten wir Teams einen digitalen Lösungsansatz, um Fehler früher und vorhersehbarer zu erkennen.“

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Unterstützung von Normen

Die Software enthält nach Unternehmensangaben eine Materialdatenbank für moderne elektronische Werkstoffe und unterstützt Compliance-Workflows für Normen wie MIL-STD, IEC und JEDEC im Bereich Stoß-, Fall- und Vibrationsprüfungen.

Zu den vorgesehenen Einsatzmöglichkeiten zählen die Reduzierung physischer Prototypen, die frühzeitige Identifikation von Zuverlässigkeitsproblemen sowie die Verkürzung von Entwicklungs- und Zulassungsprozessen. 

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