Produkt- und Markenpiraterie

Davina Spohn,

Neue Runde für Negativpreis 'Plagiarius 2016'

Die Aktion 'Plagiarius' ruft zum 40. Mal Unternehmer, Designer und Erfinder dazu auf, ihre Originalprodukte und vermeintliche Nachahmungen einzureichen. Fälscher von Produkten und Marken sollen dadurch an den Pranger gestellt werden.

Bereits mehrmals Opfer von Produktfälschungen, die durch die Aktion Plagiarius bekannt wurden: das deutsche Unternehmen WIKA Alexander Wiegand aus Klingenberg. Im Bild: das Druckmessgerät '111.11.-B' (links im Original, rechts als Fälschung), das von der chinesischen Firma Huayuan Gas Control Equipment 2014 gefälscht wurde.

© Aktion Plagiarius e.V.

Anhand der publik gemachten Praxis-Beispiele von Produkt- und Markenpiraterie möchte die Aktion 'Plagiarius' seit 1977 die Öffentlichkeit und die Konsumenten sensibilisieren. Die Vergabe des Negativpreises soll zum einen Plagiatoren abschrecken und zum andereren Verbraucher über deren Aktionen aufklären.

Ab sofort sind Unternehmen, Designer und Erfinder dazu aufgefordert, vermeintliche Nachahmer ihres Produktes als Preisträger des Negativpreises vorzuschlagen. Einzureichen sind:

  • das Originalprodukt (sofern die Verpackung nachgemacht wurde in Original-Verpackung)
  • das vermeintliche Plagiat inklusive Verpackung
  • das ausgefüllte Anmeldeformular(1 x ausgedruckt, 1 x per E-Mail an [email protected])
  • die bereits erfolgte Korrespondenz mit dem Plagiator
  • die Kopien von eingetragenen Schutzrechten (Urkunden), falls angemeldet
  • gegebenenfalls kurz und präzise weitere weitere Hintergrundinformationen, die der Jury behilflich sein könnten

Der Einsendeschluss für die Wettbewerbsrunde 2016 ist der 30. November 2015.

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Die Verleihung des Negativ-Preises 'Plagiarius 2016' findet statt im Rahmen einer Pressekonferenz am 12. Februar 2016 auf der Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt. Alle eingereichten Originale und Plagiate werden während der Messe im Foyer 5.1 / 6.1 an prominenter Stelle ausgestellt. Anschließend präsentiert die Aktion Plagiarius die Preisträger-Objekte unter anderem im gleichnamigen Museum in Solingen und bei weltweiten Wanderausstellungen einem breiten Publikum.

Die Teilnahme am Wettbewerb hat sich - zusätzlich zur juristischen Verfolgung – für viele Betroffene als erfolgreich erwiesen: Die Angst vor öffentlicher Blamage hat schon so manchen Plagiator dazu gebracht etwa Restbestände vom Markt zu nehmen, eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben oder seine Lieferanten preiszugeben.

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