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Artikel und Hintergründe zum Thema

Fraunhofer-Institut IVV

Inka Krischke,

Leistungsstarke Bioschmierstoffe und -additive

Das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV entwickelt pflanzliche Alternativen zu mineralölbasierten Schmierstoffen und Schmierstoffadditiven und zeigt sie vom 10. bis 14. Juni 2024 auf der diesjährigen Achema.

Das Fraunhofer IVV entwickelt pflanzliche Alternativen zu mineralölbasierten technischen Schmierstoffen und Schmierstoffadditiven aus Extrakten von Reststoffen der Agrar- und Lebensmittelindustrie.

© Fraunhofer IVV

Bei der Entwicklung leistungsstarker, pflanzlicher Alternativen zu mineralölbasierten Schmierstoffen und Schmierstoffadditiven achtet das Fraunhofer IVV auf eine ganzheitliche und nachhaltige Verwertung von Rohstoffen. Für die Herstellung von Bioschmierstoffen und -additiven greift das Institut deshalb vorwiegend auf industrielle Reststoffe zurück, die bisher ungenutzt entsorgt wurden. Als Basisfluid für Bioschmierstoffe werden Pflanzenöle oder Nebenströme der Pflanzenölraffination so wie wässrige Systeme genutzt. Zur Verbesserung der technofunktionellen Eigenschaften pflanzenölbasierter Schmierstoffe dienen enzymatische Verfahren. Damit werden Schmierwirkung, Viskosität und die Löslichkeit von Additiven durch milde und zielgerichtete Prozessierung positiv beeinflusst. Für wasserbasierte Bioschmierstoffe steuert das Fraunhofer IVV die technofunktionellen Eigenschaften, wie thermische und physikalische Stabilität und Viskosität, über den Einsatz spezifischer Biopolymere.

Als Basis für die Herstellung biobasierter Additive eignen sich sekundäre Pflanzenstoffe oder pflanzliche Proteine, die von Natur aus hochfunktionelle Eigenschaften aufweisen. Das Fraunhofer IVV unterstützt Firmen bereits bei der Rohstoffauswahl und entwickelt Extraktionsprozesse, die spezifisch an den Rohstoff und die gewünschte Zielanwendung angepasst sind. Neben der Charakterisierung der chemischen und funktionellen Additiveigenschaften, formuliert das Institut die Additive in das Schmierstofffluid ein und prüft die Wechselwirkungen zu anderen Formulierungsbestandteilen. Das Basisfluid und die zugesetzten Additive werden für das jeweilige Einsatzgebiet so aufeinander abgestimmt, dass leistungsstarke biobasierte Alternativen zu mineralölbasierten Schmierstoffen entstehen.

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