Zukunft der KI und Infrastruktur

Andrea Gillhuber,

NTT Data skizziert Tech-Trends 2026

Der IT-Dienstleister NTT Data hat seinen Technology Foresight Report 2026 vorgelegt. Die Analyse benennt sechs Entwicklungen, die den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, Infrastruktur und Halbleitertechnologie in den kommenden Jahren prägen sollen.

© Ahmad-Muslimin/stock.adobe.com

Im Mittelpunkt des Berichts steht der Begriff „Mass Intelligence“. Gemeint ist die breite Verfügbarkeit und Nutzung von Künstlicher Intelligenz in Wirtschaft und Gesellschaft. Unternehmen investieren demnach verstärkt in Systeme, die lernfähig, anpassungsfähig und zu autonomen Entscheidungen fähig sind. Zugleich erfordert die Dynamik im KI-Umfeld langfristige Strategien, um Wettbewerbsfähigkeit und Marktposition zu sichern.

Trend 1: Menschlich orchestrierte Autonomie

Sechs Zukunftstrends für die Tech-Branche. © NTT Data

Laut Report entwickeln sich KI-Systeme von reiner Automatisierung hin zu weitgehend eigenständigem Handeln. KI-Agenten übernehmen komplexe Aufgaben, bleiben jedoch an menschliche Zielvorgaben und ethische Leitlinien gebunden. Autonomie wird als kollaborativer Prozess beschrieben, bei dem menschliches Urteilsvermögen durch KI skaliert wird.

Trend 2: Emotionale Intelligenz in digitalen Systemen

Ein weiterer Trend ist die Integration emotionaler Intelligenz in Software. KI-Agenten analysieren Tonfall, Mimik und Gestik, um Kommunikation situativ anzupassen. Ziel ist eine verbesserte Interaktion zwischen Mensch und Maschine sowie adaptive Lernprozesse.

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Trend 3: Vertrauenswürdige und erklärbare KI

Mit wachsender Autonomie steigt laut Analyse die Bedeutung von Transparenz und Sicherheit. Unternehmen setzen auf erklärbare Algorithmen, Zero-Trust-Architekturen und ethische Rahmenwerke. Cybersicherheit wird als vorausschauendes, adaptives System beschrieben, das Bedrohungen erkennt und Gegenmaßnahmen koordiniert.

Trend 4: Informed Infrastructure im hybriden Kontinuum

Unter dem Begriff „Informed Infrastructure“ beschreibt der Bericht eine Infrastruktur, die kontinuierlich Daten auswertet, Leistungsparameter optimiert und Workloads dynamisch zwischen Geräten, Edge-Umgebungen und Cloud verteilt. Ziel ist eine Echtzeit-Balance von Effizienz, Kosten, Kontrolle und Nachhaltigkeit.

Trend 5: Souveräne Chip-Ökosysteme und technologische Resilienz

Halbleitertechnologie wird als strategischer Faktor für staatliche Souveränität eingeordnet. Der Aufbau nationaler und zugleich kooperativer Chip-Ökosysteme soll Lieferketten sichern und Innovationsfähigkeit erhalten. Nachhaltige Fertigung, Recycling und energieeffiziente Produktion gelten dabei als zentrale Elemente.

Trend 6: Nachhaltigkeit statt reiner Effizienz

Der sechste Trend beschreibt eine Verschiebung von Effizienzmaximierung hin zu Suffizienz und nachhaltigem Ressourceneinsatz. KI-Anwendungen und digitale Zwillinge unterstützen dabei, Material- und Energieverbrauch zu optimieren und Komplexität zu reduzieren.

Oliver Köth ist Managing Director Technology & Innovation bei NTT Data DACH © NTT Data

„Der Aufstieg der Mass Intelligence verlagert unseren Fokus von Beschleunigung hin zu Sinnhaftigkeit“, betont Oliver Köth, Managing Director Technology & Innovation bei NTT Data DACH. „Wenn emotional bewusste Systeme, souveräne Rechenkapazitäten und vertrauenswürdige Infrastrukturen zusammenkommen, entwickelt sich Technologie zu einem zielstrebigen Partner. Sie stärkt die Resilienz und untermauert die Werte, die unsere gemeinsame Zukunft prägen werden.“

Der Technology Foresight Report dient dem Unternehmen als strategische Grundlage für Innovations- und Geschäftsmodellentwicklung. Weitere Informationen bietet die Webseite zum NTT Data Technology Foresight Report.

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