Profinet
PROFIenergy: Das neue Profil
Die Profibus Nutzerorganisation (PNO) widmet sich jetzt dem Thema Energiemanagement. Auslöser der Aktivitäten waren die in der AIDA (AutomatisierungsInitiative Deutscher Automobilhersteller) organisierten Fahrzeughersteller.
Die Automobil-Hersteller fordern die PNO auf, Funktionen und Mechanismen für Profinet zur Verfügung zu stellen, die eine energieeffiziente Produktion unterstützen.
Juergen Kuebler, Daimler-Vertreter in der AIDA, legt die Motive der Automobil-Hersteller dar: „Wir wollen jetzt keinen Hyper-Aktivismus einzelner Hersteller, um energie-effiziente Lösungen zu generieren, sondern einen Standard, der uns einen geordneten Ablauf bei der Umsetzung der Maßnahmen erlaubt.“
Die PNO hat deshalb jetzt beschlossen, ein Hersteller unabhängiges Energiesparprofil – PROFIenergy - auf Basis von Profinet zu definieren und zu standardisieren. Ein entsprechender Arbeitskreis ist bereits gegründet und hat die Arbeit aufgenommen. So wurden die Use Cases und Anforderungen aus Anwendersicht bereits definiert. Diese stellen die Grundlage für die Spezifikations-Arbeiten, die seit Februar laufen.
Die Lösung sieht die Definition von unterschiedlichen Energiesparmodi der Geräte vor. Über das Energiesparprofil können dann die Energiesparmodi der Geräte durch eine Steuerung einheitlich und einfach angesprochen und deren Rückmeldungen ausgewertet werden. Dadurch soll eine Anlagensteuerung zukünftig einen optimalen Energieverbrauch in der Produktion und in den verschieden langen Pausenzeiten einfach ausschöpfen können. Ziel der PNO ist, das Profil bis Ende 2009 im Markt zu haben.
Peter Ziegler von BMW unterstreicht die Bedeutung des neuen Profils: „PROFIenergy wird Bestandteil zukünftiger Benchmarks.“ Mit anderen Worten: Geräte-Hersteller, die dieses Profil nicht in ihre Geräte implementieren, werden wohl keine Chance mehr haben, zukünftig noch im Automobilbau berücksichtigt zu werden.
Schätzungen, was die Energie-Einsparungen mittels des neuen Profils betrifft, sind noch sehr vage. So wollen die Automobilisten keine Werte nennen, was Einsparungen während des laufenden Betriebes der Anlagen betrifft. Für Stillstandszeiten der Anlagen gehen die Unternehmen allerdings davon aus, dass sie bis zu 80 % der bis dato noch benötigten Energie einsparen können.










