Wave Trophy 2013 - Das Fahrer-Tagebuch: Tag 10

Frank Knafla, Frank Schröder | Davina Spohn,

Überraschte Gewinner der Elektrofahrzeug-Rallye 'Wave'

Diese letzte Etappe von Neuhausen nach Küsnacht, dem Zielort der diesjährigen Wave ist eingebettet in den 'Tag der offenen Türen', bei dem sich seit Samstag weitere Elektromobilisten anschließen konnten. Die letzte Herausforderung der Wave Trophy ist die rechtzeitige Ankunft in Küsnacht um 16 Uhr.

Der Initiator der Wave Trophy, Louis Palmer, gratuliert dem Siegerteam der diesjährigen Wave (v.l.n.r. Frank Knafla, Frank Schröder, Louis Palmer).

© Phoenix Contact

In Neuhausen starten wir am Morgen mit einem vollgeladenen Akku in den letzten Tag der zehntägigen Rallye. An den Zwischenhalten in der Umweltarena Spreitenbach, in Aeugst am Albis und in Horgen sind für alle Fahrzeuge Ladestationen eingerichtet worden. Auch die Elektrofahrzeuge, die sich seit gestern unserem Trupp angeschlossen haben, kommen nicht zu kurz. Überall scheinen sich die Menschen vor Ort auf uns vorbereitet zu haben: Stets werden wir mit Essen, Trinken und Musik willkommen geheißen. Das Thema dieser Rallye kommt nicht zu kurz: Immer wieder löchern uns die Menschen über unsere Erfahrungen und Erlebnisse auf der Strecke - eine großartige Werbeaktion für die Elektromobilität!

In Horgen geht es für alle mit der Zürichsee-Fähre nach Meilen weiter. Dort beginnen die letzten zehn Kilometer nach Küsnacht, wo wir mit unserem Fahrzeug schon um 15 Uhr 30 eintreffen. Mehr als 1.800 Kilometer haben wir mit dem Renault Fluence ZE jetzt zurückgelegt. Wir haben den Großglockner auf der Hochalpen-Straße überwunden, mehrere Prüfungen absolviert und nun erreichen wir das Ende der Wave Trophy 2013. Bis zu diesem Zeitpunkt sind uns allen die Gewinner der Zwischenprüfungen nicht bekannt.

Um 17 Uhr ist die Stunde der Warheit: Der Gesamtsieger ergibt sich aus der Summe aller Punkte der Einzelprüfungen. Die Trophäe des dritten Platzes geht an das Team Hillinger mit ihrem Tesla Roadster mit dem Namen 'Austria’s Green Sportscar'. Auf Platz zwei der Gesamtwertung landet das slowenische Team 'Institut Metron' mit ihrem 'Bolt' Marke Eigenbau. Da wir bei keiner der Zwischernprüfungen erster waren, trifft es uns wie ein Blitz aus heiterem Himmel, als Louis Palmer das Team mit der Startnummer 19 Phoenix Contact als Sieger der Wave Trophy 2013 bekannt gibt! Ein unbeschreiblicher Moment und eine Platzierung mit der wir nicht gerechnet haben! Natürlich stellt sie uns vor die Herausforderung, den Titel im kommenden Jahr zu verteidigen!

Diese zehn Tage waren so erlebnisreich, dass ohne Tagebuch-Aufzeichnungen, Roadbook und Fotografien bestimmt vieles vergessen worden wäre. Um der Elektromobilität zu mehr Popularität und Aufmerksamkeit zu verhelfen, haben die Teams der Wave Trophy 2013 wie eine Einheit gehandelt. Dennoch ist und bleibt die Wave Trophy ein Wettbewerb, bei dem Teams gegeneinander um den Pokal antreten. Doch Teamgeist, Kollegialität und der gemeinsame Glaube, dass die mobile Zukunft elektrisch sein wird, hat ein Band zwischen uns allen geknüpft, dessen Ende nicht absehbar ist. Louis Palmer verkündet, dass die Wave 2014 in Oberbayern und der West-Schweiz stattfinden wird. Wir sind sehr gespannt, welchen Herausforderungen sich das Team Phoenix Contact dann stellen muss. Aber jetzt wird erst einmal gefeiert ...

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