Elektromobilität

Davina Spohn,

Über 200 Schnell-Ladestationen für die Niederlande

Im Auftrag von Fastned wird ABB ab September über 200 Schnell-Ladestationen für Elektrofahrzeuge in die Niederlande liefern. Damit wollen die Niederlande eine landesweite Schnell-Ladeinfrastruktur für Elektroautos einführen.

Den Aufbau der Schnell-Ladestationen an niederländischen Autobahnen will ABB im Jahr 2015 abschließen.

© ABB

"Dieses landesweite Netz von Standorten legt das Fundament für den wirtschaftlich rentablen Ausbau der Elektromobilität", betont Bart Lubbers, einer der Gründer von Fastned. Er rechnet in der Automobilindustrie mit einem Wettrennen um die kürzesten Ladezeiten und leistungsfähigsten Batterien. Das Unternehmen Fastned wurde 2011 von Lubbers und Michiel Langezaal in den Niederlanden gegründet, um eine landesweite Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zu realisieren. Nach einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren erteilte die Regierung dem Unternehmen die Konzession für 201 Standorte.

Die Lade-Stationen sollen an niederländischen Autobahnen im Abstand von 50 Kilometern ihren Platz finden. Allen 16,7 Millionen Einwohnern des Landes stünde dann im Umkreis von 50 Kilometern eine Schnell-Ladestation zur Verfügung. Das Multistandard-Design von ABB unterstützt alle derzeitigen Schnelllade-Standards und Protokolle wie 'CCS' (Combined Charging System) und 'CHAdeMo' (Akronym von CHArge deMove). Eingebaut werden die Multistandard-Schnelllader-Modelle 'Terra 52' und 'Terra 53' mit einer Leistung von 50 kW. Sie können ein Elektroauto in 15 bis 30 Minuten aufladen. Die geplanten Schnell-Ladestationen sollen laut dem Konzern mit sämtlichen Elektrofahrzeugen großer Autohersteller aus Europa, Asien und der USA kompatibel sein. Zudem will ABB sicherstellen, dass die Stationen und Elektroautos, die einer rasanten Entwicklung unterliegen, auch in den kommenden Jahren kompatibel bleiben.

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Das Solardach der Schnell-Ladestationen soll die Energie für die Aufladung sicherstellen.

Die Ladegeräte von ABB verfügen über eine auf offene Standards basierende Cloud-Anbindung – so kann Fastned allen Fahrern ein benutzerfreundliches Bezahl- und Zugangssystem anbieten. Neben Ladegeräten und Konnektivität zu Kundenmanagement- und Bezahlsystemen stellt ABB auch die Software für die Fernwartung und intelligente Software-Upgrades zur Verfügung, wie Ulrich Spiesshofer - Mitglied der ABB-Konzernleitung und Leiter der Division Industrieautomation und Antriebe - mitteilt. Dem Unternehmen Fastned soll es möglich werden, jederzeit einen zuverlässigen Service anzubieten und sein Schnell-Ladenetz an technische Weiterentwicklungen anzupassen.

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