Siemens

Inka Krischke,

Elektroflugzeug absolviert erfolgreich Jungfernflug

EADS und Siemens sind eine langfristige Forschungspartnerschaft zur Einführung neuer Elektroantriebssysteme eingegangen: Gemeinsam mit der Firma Diamond Aircraft haben die Unternehmen die zweite Generation eines Flugzeugs mit seriell-hybridem Elektroantrieb vorgestellt.

© Siemens

„In diesem Hybridflugzeug stecken bereits viele Ideen für den Verkehr von morgen, ob zu Wasser, zu Lande oder in der Luft“, meint Peter Löscher, Vorstandschef von Siemens.

Ziel der Forschungspartnerschaft ist die Einführung von hybriden Antriebssystemen sowohl für Hubschrauber also auch für Großflugzeuge - die Musterzulassung für Luftfahrzeuge mit reinem Elektroantrieb und mit Hybridantrieb in der Kategorie Allgemeine Luftfahrt soll in den nächsten drei bis fünf Jahren erreicht werden.

Für die zweite Generation des Motorseglers DA36 E-Star 2  - die drei Unternehmen arbeiten seit 2011 bei diesem Projekt zusammen - hat Siemens einen integrierten Antriebsstrang entwickelt. Dieser besteht aus zwei Hauptkomponenten: dem Elektroantrieb und einem Generator, der von einem kleinen Wankelmotor angetrieben wird.

„Der serielle Elektroantrieb erlaubt uns, Flugzeuge zu konstruieren, die völlig andere Eigenschaften haben als heutige Maschinen. Senkrechtstarts und hohe Reisegeschwindigkeiten können viel effizienter erreicht werden.“, formuliert Christian Dries, Inhaber von Diamond Aircraft, Vorteile der Antriebslösung.

Zudem ermöglicht die neue Antriebstechnologie eine deutliche Reduzierung der Lärmemissionen beim Start; der Treibstoffverbrauch und die Gesamtemissionen sollen rund 25 % unter denen der effizientesten heutigen Antriebstechnologien liegen. „Heute elektrifizieren wir die Luftfahrt und begeben uns auf die Reise zu den Antrieben der Zukunft. Elektroflugzeuge sind ein zentrales Element unserer Forschung für die Zukunft der Luftfahrt“, sagte EADS-CEO Tom Enders. „Wir wissen, dass wir bei der Erprobung von Alternativen zu fossilen Treibstoffen keine Zeit verlieren dürfen.“

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