Phoenix Contact
„Ritterschlag“ für Stromversorgungen
Mit über einer Million verkaufter Netzteile in 2010 sind Stromversorgungen inzwischen ein wichtiger Umsatzträger bei Phoenix Contact. Die Konsequenz: Der Produktbereich wird zum strategischen Geschäftsgebiet erklärt und ausgebaut.
Christoph Leifer, Phoenix Contact, zur Gründung des Geschäftsbereichs Stromversorgungen: „Neben Grundlagenentwicklung und Ausbau des Produktprogramms ist der Aufbau eines internationalen Produktmanagements in allen bedeutenden Märkten ein wichtiger Bestandteil der Strategie.“
© Phoenix Contact„Stromversorgungen gehören mittlerweile genau so zu Phoenix Contact wie die Klemme“, betonte Christoph Leifer, Geschäftsbereichleiter Interface, auf der Hannover Messe. Seit den Anfängen vor zehn Jahren hat sich das Stromversorgungs-Programm vom reinen Zubehör-Produktprogramm zu einem der am schnellsten wachsenden Umsatzträger bei Phoenix Contact entwickelt. „Inzwischen mit einem nennenswerten Anteil am überproportionalen Wachstum von 40 % im Jahr 2010“, sagt Leifer. Mit dem Aufbau des Geschäftsbereichs Stromversorgungen verbunden sind Investitionen im zweistelligen Millionenbereich über die nächsten Jahre.
Wesentliche Bestandteile sind:
- Ausbau des internationalen Produktmanagements mit „hauptamtlichen“ Produktmanagern
- Grundlagenentwicklung im Bereich Energieeffizienz in Kooperation mit Hochschulen
- Deutlicher Ausbau bei Entwicklungs- und Testingenieuren
Erste Ergebnisse der Strategie waren bereits in Hannover zu sehen: Drei Gerätefamilien ergänzen das Programm an Hutschienen-Stromversorgungen. Die 2007 vorgestellte Selective-Fuse-Breaking-Technologie (SFB) ermöglicht Standard-Leitungsschutzschalter in Kombination mit einer elektronisch geregelten Stromversorgung auszulösen. Gestörte Anlagenteile werden damit zuverlässig und schnell frei geschaltet, ohne die Spannungsversorgung der Gesamtanlage zu beeinflussen. Dieses Verfahren wurde nun auch in DC/DC-Wandler integriert.
Drei neue Produktfamilien - DC/DC-Wandler mit SFB-Technologie, Auto-Current-Balance-Dioden und intelligente USV-Module Quint IQ (im Bild) sind ein Beleg für das Engagement von Phoenix Contact im Bereich Stromversorgungen.
© Phoenix ContactAls zweite Innovation nannte Leifer Diodenmodule, die für eine gleichmäßige Belastung redundanter Stromversorgungen sorgen. „Dieses von uns patentierte Auto-Current-Balancing verdoppelt die Lebensdauer redundant betriebener Stromversorgungen“, zeigt Leifer das Potenzial der Modulreihe auf.
Mit einer kompletten Produktfamilie intelligenter, unterbrechungsfreier Stromversorgungen will Phoenix Contact auch beim Thema USV Maßstäbe setzen. Die Gerätereihe Quint mit der IQ-Technologie erfasst permanent den Zustand der eingesetzten Energiespeicher und ermittelt aus Akkutyp und den Umgebungsbedingungen die Alterung der Batterien. Der Vorteil: Die Restverfügbarkeit der Anlage lässt sich damit genau bestimmen.
Diese Daten können zudem von der Steuerung ausgelesen und in Energieversorgungskonzepte integriert werden. Anschließbar sind sämtliche Speichertechnologien, nicht nur die speziell für Industrie-Applikationen konzipierten Lithiumbatterien von Phoenix Contact, sondern auch klassische Akkus und Puffer-Kondensatoren.













