E-Mobility

Stefan Kuppinger,

Phoenix Contact stellt Elektromobile in Dienst

Phoenix Contact peilt den Markt für Elektromobilität als Lösungsanbieter an und sammelt Praxiserfahrungen mit eigenen Lösungen: Seit Mitte April wurden dazu Elektro-Smarts für den standortübergreifenden Werksverkehr in Betrieb genommen.

© Phoenix Contact

Phoenix Contact sammelt mit einem eigenen Elektrofuhrpark und Ladestationen Praxiserfahrungen.

© Phoenix Contact

Die zwei Elektro-Flitzer stehen den Mitarbeitern für den Werksverkehr zwischen den Standorten in Blomberg und Bad Pyrmont zur Verfügung. Hierfür wurden Ladestationen an beiden Standorten installiert, an denen die E-Smarts „auftanken“ können. Sowohl die elektrotechnischen Komponenten in der Ladesäule als auch die genormten Ladestecker sind Eigenentwicklungen: In den Ladestationen sorgen Steuerungstechnik und Energiemanagementsysteme von Phoenix Contact für ein effizientes und sicheres Tanken. Per Internet lässt sich dabei jederzeit der aktuelle Ladezustand der Fahrzeuge überwachen. Der Stecker für Wechselstromladung entspricht dem so genannten IEC-Typ II, den die deutsche Automobilindustrie favorisiert.

Phoenix Contact will mit dem Einsatz der beiden Fahrzeuge eigene praktische Erfahrungen sammeln und E-Mobility für die Mitarbeiter erfahrbar machen. Die Ergebnisse hinsichtlich Alltagstauglichkeit, Ladesituation und -zeit fließen in die Weiterentwicklung ein.

Was sich in Deutschland erst langsam entwickelt, geht in China viel schneller und konsequenter voran: „Für den chinesischen Markt haben wir bis dato über 5000 kundenspezifische Ladestecker geliefert“, erläutert Geschäftsführer Roland Bent. Mittlerweile ist Phoenix Contact an weiteren E-Mobilitätsprojekten beteiligt. Für automatisierte Busladestationen mit Batteriewechselsystemen liefert das Unternehmen beispielsweise die Steckverbinder an den Batteriepacks, die speziell für sehr hohe Ströme ausgelegt sein müssen. Und gemeinsam mit der Automobilindustrie in Deutschland hat Phoenix Contact einen Ladestecker für schnelle Gleichstromladung entwickelt, mit dem sich auf lange Sicht ein Ladezyklus von zehn Minuten realisieren lässt.

Neben der Elektromobilität bietet Phoenix Contact auch für weitere Zukunftsfelder wie die Windenergie und Photovoltaik, Wasserversorgung, Energieverteilung und Energieeffizienz zugeschnittene Produkte und zunehmend auch Lösungspakete. „Phoenix Contact entwickelt Lösungen für diese Märkte nicht deshalb, weil die regenerativen Energien gerade in Mode sind. Wir sehen in diesen Märkten neben ihrer Umweltrelevanz ein zusätzliches Wachstumspotential gerade für die Elektrotechnik“, betont Roland Bent.

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