Wechselrichter

Mathias Bloch | Günter Herkommer,

Danfoss steigt bei SMA ein

Der zunehmende Preisdruck in der Photovoltaik-Branche bewegt zwei Wechselrichter-Hersteller zur Kooperation: So gibt Danfoss seine eigene Wechselrichter-Sparte an SMA ab und beteiligt sich gleichzeitig mit 20 Prozent beziehungsweise 300 Millionen Euro an SMA.

Das Geschäft für PV-Wechselrichter hat sich seit einiger Zeit geändert. Während der Umsatz früher steil nach oben ging, ist es in den letzten Jahren schwieriger für die Branche geworden. Ein Grund dafür war der Preisverfall, der zum Beispiel den Umsatz von SMA von 2010 bis 2013 um 50 Prozent nach unten drückte. Vor diesem Hintergrund ist nun die Partnerschaft zwischen dem dänischen Hersteller Danfoss und SMA zustande gekommen.

Mit diesem Schritt wollen beide Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Das betrifft zum einen die Entwicklung, bei der künftig zusammengearbeitet werden soll. So befindet sich Danfoss mit seiner Sparte der Antriebsumrichter schon länger in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt mit einem hohen Preisdruck während das für SMA erst seit wenigen Jahren der Fall ist. SMA will daher von dem Know-how profitieren, Produkte in einem solchen Umfeld zu entwickeln. Personelle Veränderungen soll es dafür aber nicht geben. Dazu kommt auch noch ein Technologie-Austausch beider Unternehmen.

Neben der gemeinsamen Entwicklung ist der Einkauf ein weiterer Teil der Partnerschaft. Danfoss kann hier etwa von dem schneller wachsenden Markt für PV-Wechselrichter und seinen höheren Einkaufsvolumina profitieren. Dadurch sollen ab 2015 zweistellige Millionenbeträge gespart werden.

Da beide Unternehmen auf dem Gebiet der PV-Wechselrichter im Wettbewerb zueinander stehen, trennt sich Danfoss von seiner eigenen Sparte für PV-Wechselrichter, die an SMA verkauft werden soll. Dafür bekommt SMA alle Rechte an diesen Produkten. Danfoss wird sie allerdings weiter im Auftrag von SMA fertigen.

Danfoss wird wiederum mit 20 Prozent bei SMA einsteigen und kauft dafür 6,94 Millionen Aktien zu einem Kurs von 43,57 Euro, was rund 302 Millionen Euro entspricht.

Die Partnerschaft und der Verkauf des PV-Wechselrichtergeschäfts sollen nach Prüfung durch die Behörden im dritten Quartal 2014 wirksam werden.

Anzeige
  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Antriebstechnik

Danfoss will Vacon übernehmen

Der dänische Danfoss-Konzern hat ein Angebot zur Übernahme sämtlicher Aktien des finnischen Frequenzumrichter-Herstellers Vacon abgegeben. Ziel der Übernahme ist, eine führende Position im Markt für AC-Drives im Niederspannungsbereich einzunehmen.

mehr...

Jubiläum

Danfoss wird 80 Jahre alt - ein Rückblick

Der dänische Wärme- und Kältetechnik-Spezialist Danfoss nahm mit Firmengründer Mads Clausen am 1. September 1933 in einem Bauernhof seinen Anfang. Mit mittlerweile 23.000 Mitarbeitern hat sich das Unternehmen zu einem weltweiten Anbieter von...

mehr...
Anzeige
Anzeige

Danfoss

Neue Geschäftsführung für Danfoss

Ole Møller-Jensen, Geschäftsführer von Danfoss und Präsident der Region Zentraleuropa, verabschiedet sich nach rund 42 Jahren bei Danfoss Ende 2020 in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Stefan König.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

E-T-A Elektrotechnische Apparate

AC versus DC

Die Frage "AC oder DC?" lässt sich nicht pauschal beantworten. Beide Stromsysteme haben ihre Berechtigung, abhängig von Anwendung, Leistungsanforderung, Infrastruktur und strategischer Ausrichtung. Doch welche Unterschiede und Entwicklungen prägen...

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren