Schaltgeräte, Schaltanlagen, Industriesteuerungen
ZVEI: Roland Bent als Fachbereich-Vorsitzender bestätigt
Auf der Mitgliederversammlung des ZVEI-Fachbereiches Schaltgeräte, Schaltanlagen, Industriesteuerungen am 7. Oktober wurde Roland Bent (im Bild), Geschäftsführer Marketing und Entwicklung bei Phoenix Contact, für drei weitere Jahre zum Vorsitzenden gewählt. Ihm zur Seite stehen zwei neue Stellvertreter: Bernhard Schmeing von ABB Stotz-Kontakt und Eckard Eberle von Siemens.
Die Mitgliederversammlung stand ganz unter dem Zeichen der deutlichen Konjunkturerholung. Nach dem größten Umsatzeinbruch in der Geschichte des Fachbereichs Schaltgeräte, Schaltanlagen, Industriesteuerungen im Jahr 2009 befinde sich die Fabrikautomation nun wieder „auf strammem Wachstumskurs". So konnten die Unternehmen im ersten Halbjahr den Umsatz durchschnittlich um 20 bis 25 Prozent steigern. Lediglich das Projektgeschäft im Schaltanlagenbau laufe derzeit noch verhalten. Hier fehle es insbesondere noch an Großprojekten im Kraftwerksbereich.
Da das übliche Sommerloch aufgrund der guten Konjunktur in diesem Jahr laut ZVEI kaum zu beobachten war, können einzelne Firmen bereits in diesem Jahr das Vorkrisen-Umsatzniveau von 2008 erreichen. Die anderen Firmen gehen davon aus, dies spätestens 2011 zu erreichen. „Dies hätten wir noch zu Jahresbeginn nicht für möglich gehalten", kommentiert Bent die positive Entwicklung, weist aber im gleichen Atemzug darauf hin: „Für 2011 erwarten wir eine Abflachung der derzeitigen - fast historischen - Wachstumsraten auf normales Niveau von rund fünf bis zehn Prozent."
Getragen wird das derzeitige starke Wachstum von der Erholung in der Automobilindustrie und im Maschinen- und Anlagenbau. Hinzu kommen außerordentliche Impulse aus den Bereichen der Erneuerbaren Energien - insbesondere der Wind- und Solar-Energie. So hätten die Absenkungen der Solarförderungen in diesem Jahr zu einem außergewöhnlichen Run auf Solaranlagen geführt, von dem die Firmen des Fachbereichs Schaltgeräte, Schaltanlagen, Industriesteuerungen deutlich profitiert haben.
Das gute Wachstum wird Bent zufolge zurzeit allerdings von erheblichen Versorgungsproblemen gebremst. So sei die Verfügbarkeit von elektronischen Komponenten, Halbleitern, speziellen Kontaktmaterialen und Kunststoffen kaum mehr sichergestellt.










