ABB

Thomas Günnel,

Vorsichtiger Optimismus nach Jahresbilanz

Im Rahmen einer Pressekonferenz hat ABB am 18. Februar die Zahlen des letzen Quartals 2009 und des Gesamtjahres 2009 vorgelegt. Demnach hat das Unternehmen nach eigenen Aussagen trotz Restrukturierungskosten von rund USD 350 Mio. einen Ertrag vor Zinsen und Steuern (EBIT) von fast 800 Mio. US-Dollar erzielt.

© ABB

Der Auftragseingang stieg im vierten Quartal auf 7,5 Mrd. USD, was einer Steigerung um vier Prozent entspricht. Bezogen auf die Lokalwährung Euro resultiert daraus jedoch ein Minus von fünf Prozent. Hier stand dem anhaltenden Wachstum in den Bereichen Energieinfrastruktur und Industrieausrüstung in den Schwellenländern die rückläufige Nachfrage in den entwickelten Märkten, wie den USA und Europa, entgegen. Gegenüber dem dritten Quartal 2009 stabilisierte sich der Auftragseingang 2009.

Der Umsatz lag bei 8,8 Mrd. US-Dollar und damit in Lokalwährung zwölf Prozent niedriger als im Vorjahresquartal. Dennoch wurde mit diesem Wert der bisher zweithöchste Quartalsumsatz erzielt. Die Kosteneinsparungen beliefen sich im Berichtsquartal auf über 500 Mio. USD.

Im vierten Quartal lag der Konzerngewinn bei 540 Mio. USD - gegenüber dem Quartal 4 im Jahr 2008 ein Plus von 154%. Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit erreichte die Rekordmarke von  1,8 Mrd. USD. Ursache hierfür seien in erster Linie geringere Lagerbestände und ein verbessertes Management von Kundenzahlungen.

Insgesamt verzeichnete ABB im Jahr 2009 rund 31 Mrd. USD an Auftragseingängen, im Vorjahr waren es noch rund 38 Mrd. USD. Der Umsatz sank um neun Prozent, von cirka 35 Mrd. USD im Jahr 2008 auf 31,8 Mrd. USD im Jahr 2009. Auch das EBIT sank um neun Prozent - von 4,5 Mrd. USD im Jahr 2008 auf 4,1 Mrd. USD im Geschäftsjahr 2009. Der Konzerngewinn gab um sieben Prozent auf 2,9 Mrd. USD nach (von 3,1 Mrd. USD im Jahr 2008).

Im gesamten Geschäftsjahr 2009 lag die EBIT-Marge innerhalb des Zielkorridors von elf bis 16 Prozent, was der Konzern auf konsequente Kostensenkungen und eine effiziente Geschäftsabwicklung zurückführt.

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