Siemens
Sektor Industry im Auftragseingang auf Platz 1
Der Siemens-Konzern hat im dritten Quartal weiter Fahrt aufgenommen und über alle Sektoren das beste Ergebnis aller Zeiten erzielt. Was den Auftragseingang betrifft, legte das Industriegeschäft mit plus 33 % gegenüber dem Vorjahresquartal am stärksten zu.
Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr kann Siemens-Chef Peter Löscher anlässlich der Bekanntgabe der Quartalszahlen wieder Zuwächse sowohl beim Umsatz als auch beim Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vermelden. Konkret stieg der Umsatz um 4 % auf etwas über 19 Mrd. Euro, der Auftragseingang legte gar um 22 % (organisch um 16 %) auf 20,871 Mrd. Euro zu. In Summe erreichte der Auftragsbestand aller drei Siemens-Sektoren mit 89 Mrd. Euro den bisher höchsten Stand. Auch das Ergebnis kann sich sehen lassen: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg es um 40 % auf das Rekordhoch von 2,331 Mrd. Euro.
War der Industry-Sektor in den vergangenen Quartalen noch das Sorgenkind von Siemens, so führt diese Sparte im dritten Quartal das Auftragseingangs-Ranking mit einem Plus von 33 % auf 8,8 Mrd. Euro klar an (Sektoren Energy und Health Care jeweils 18 %). Der Auftragsbestand des Sektors liegt damit aktuell bei 29 Mrd. Euro.
Mit einem Zuwachs von 7 % stieg auch der Umsatz aufgrund der sich stetig erholenden kurzzyklischen Geschäfte deutlich, insbesondere getrieben durch die Divisionen Industry Automation und Osram. Beim Ergebnis legte die Industriesparte um 60 % auf 900 Mio. Euro zu und liegt mit einer Ergebnismarge von 10,3 % wieder im von Siemens vorgegebenen Zielkorridor von 9 bis 13 %.
Mit 278 Mio. Euro lieferte die Division „Industry Automation" im dritten Quartal den höchsten Beitrag zum Ergebnis des Sektors (+178 %). Auch verzeichnete sie in allen drei Regionen ein zweistelliges Umsatz- und Auftragswachstum, wobei das stärkste Wachstum aus Asien und Australien stammte.
Das Ergebnis von „Drive Technologies" lag im dritten Quartal um 28 % über dem Vorjahreswert und belief sich auf 219 Mio. Euro. Der Umsatz dieser Division legte im dritten Quartal hingegen nur leicht zu (7 %), was laut Löscher auf die längerzyklischen Geschäfte zurückzuführen war. Der Auftragseingang stieg wiederum deutlich zweistellig (+37 %) gegenüber der niedrigen Vergleichsbasis im Vorjahr und wurde durch eine stärkere Nachfrage in allen Geschäftseinheiten und allen Regionen getrieben.
Während die beiden vorgenannten Divisionen durchweg Positives zu berichten haben, stellen die Prozessindustrien nach wie vor eine „Herausforderung" für Siemens dar. So vermeldet die Division „Industry Solutions" im dritten Quartal ein Ergebnis von 75 Mio. Euro und lag damit um 16 % unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums. Im Vergleich zur Vorjahresperiode fiel auch der Umsatz im Wesentlichen aufgrund eines Auftragsrückgangs in den vergangenen Perioden - insbesondere im Metals-Technologies-Geschäft - um 6 %. Lediglich der Auftragseingang lag angesichts der niedrigen Vergleichsbasis um 27 % über dem Vorjahresniveau, bedingt durch Zuwächse in Asien, Australien und der Region Amerika.










