VDMA/ZVEI

Thomas Günnel,

Praxisleitfaden Indien soll Marktzugang erleichtern

Der VDMA und der ZVEI wollen kleinen und mittleren Unternehmen den Markteintritt in Indien erleichtern. Zu diesem Zweck erarbeiteten beide Verbände in Zusammenarbeit mit den Gesellschaften Maier + Vidorno, Germany Trade and Invest, dem TÜV Rheinland sowie der WTS AG einen `Praxisleitfaden Indien´– mit Kerninformationen zu wichtigen Erfolgs- und Risikofaktoren.

© Germany Trade and Invest

Neben zahlreichen Informationen rund um die Themen Wareneinfuhr, Produkt- und Markenrecht sowie Steuern, bietet der Leitfaden auf 150 Seiten Orientierungshilfen zum Aufbau von Vertriebsstrukturen und der eigenen Niederlassung vor Ort. Außerdem sind praktische Tipps zur Standortwahl, der Mitarbeitersuche und dem Arbeitsmarkt/Löhnen enthalten - zudem Kontaktdaten von staatlichen Institutionen, Organisationen, Verbänden und Dienstleistern.

Der Praxisleitfaden Indien ist bei den Verbänden VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.) und ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.) für deren Mitglieder erhältlich. Die Ansprechpartner sind für den VDMA Oliver Wack ([email protected]) und für den ZVEI Manuela Lipp ([email protected]). Verbandsmitglieder erhalten den Leitfaden für 50 Euro bei den Verbänden, Nicht-Mitglieder zum Preis von 90 Euro bei der Germany Trade  & Invest ([email protected]).

Indien ist innerhalb weniger Jahre zum zweitwichtigsten Absatzmarkt für den deutschen Maschinenbau und die deutsche Elektrotechnik- und Elektronikindustrie in Asien aufgestiegen. Indienkenner der Verbände sehen Exportchancen für deutsche Unternehmen insbesondere im Feld der Energie- und Verkehrstechnik, Elektromedizin und im Maschinenbau. Gefragt seien hauptsächlich Produkte aus den Fachbereichen Antriebstechnik, Werkzeugmaschinen, Textilmaschinen, Bau- und Baustoffmaschinen sowie der Druck- und Papiertechnik.

Die Ausfuhren der Elektroindustrie von Deutschland nach Indien stiegen von Januar bis August 2010 um 6,8 Prozent, die Exporte im deutschen Maschinen- und Anlagenbau nach Indien wuchsen bis August dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27 Prozent - und erreichten damit fast das Niveau des Jahres 2008, in dem der Exportwert bei 3,2 Milliarden Euro lag. Die indische Wirtschaft wächst derzeit um cirka neun Prozent pro Jahr. Seit 2009 ist China wichtigster Maschinenlieferant Indiens geworden mit einem Importanteil von 19,9 Prozent. Deutschland, bis 2008 wichtigster Maschinenlieferant Indiens, liegt nun an zweiter Stelle mit 17,3 Prozent, gefolgt von den USA mit 11,8 Prozent.

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