Motion Control

Günter Herkommer,

PLCopen wird in Richtung Fluidtechnik aktiv

Die PLCopen, eine Hersteller- und Anwendervereinigung, die sich mit Themen rund um die Steuerungsprogrammierung gemäß IEC 61131-3 befasst, startet eine neue Initiative. Ziel ist, die Programmierung und Integration von Fluidtechnik-Komponeten und –Systemen über die Definition entsprechender Funktionsblöcke zu standardisieren.

Die Entwicklung der Fluidtechnik-Funktionsblöcke, welche innerhalb der Motion-Control-Arbeitsgruppe der PLCopen erfolgt, sieht einen 5-Stufen-Plan vor:

 

1. Bewertung der aktuellen Motion-Funktionsblöcke gemäß V1.0.

2. Identifikation solcher Funktionsblöcke, welche in der existierenden Form 1:1 auch für die Fluidtechnik nutzbar sind.

3. Definition von Erweiterungen, um auch den Rest der existierenden Funktionsblöcke „fluidtauglich“ zu machen.

4. Identifizieren zusätzlicher Basisfunktionalitäten, die ein Alleinstellungsmerkmal der  Fluidtechnik darstellen.

5. Definition reiner Fluidtechnik-Funktionsblöcke.

 

Das Kick-Off-Meeting der Arbeitsgruppe findet am 23. Juni in Frankfurt statt. Ab diesem Zeitpunkt hat sich die PLCopen einen straffen Zeitplan gesetzt. Innerhalb von zwei Monaten soll die Evaluierung der bestehenden Funktionsblöcke abgeschlossen sein. Danach sollen Hersteller und Anwender sechs Monate Zeit für Verbesserungsvorschläge haben. Bis in einem Jahr soll dann schließlich ein erstes Set von Funktionsblöcken für die Fluidtechnik zur Verfügung stehen. Interessierte Firmen können sich unter der E-Mail-Adresse [email protected] an die PLCopen wenden.

Dass insbesondere von Herstellerseite ein Interesse an der Fluidtechnik-Erweiterung beziehungsweise an entsprechenden Softwarestandards besteht, zeigt sich unter anderem an dem unlängst erfolgten PLCopen-Beitritt der Hydraulik-Sparte von Eaton. Clyde Thomas, Senior Manager of Technical Services bei Eaton Hydraulik, hierzu: "Die zunehmende Integration von Steuerungsfunktionalität in die Hydraulik bringt dem Anwender enormen Mehrwert. Mit der Unterstützung von Standards auf diesem Gebiet ist eine schnellere und bessere Adaptierung der entsprechenden Technologien möglich." 

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