ABB – 2. Quartal 2013

Günter Herkommer,

Mehr Umsatz, weniger Auftragseingang

ABB hat die Zahlen für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres bekannt gegeben. In einem ein uneinheitlichen Marktumfeld stieg zwar der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal, beim Auftragseingang hingegen muss der Konzern spürbare Rückgänge verbuchen.

Durch die Transformation auf eine höhere Spannungsebene ist der wirtschaftliche Transport von Strom über lange Strecken erst möglich.

© ABB

Konkret konnte ABB im zweiten Quartal 2013 den Umsatz um rund 6 % gegenüber dem Vergleichszeitraum 2012 steigern – von 9,66 Mrd. US-Dollar auf 10,22 Mrd. US-Dollar. Noch positiver sieht es beim Ergebnis aus: Es stieg um von 1 Mrd. US-Dollar in Q2/2012 auf aktuell knapp 1,2 Mrd. US-Dollar. Was die Stimmung hingegen trübt, ist der Auftragseingang: Er sank im Betrachtungszeitraum um 8 % auf 9,31 Mrd. US-Dollar (2012: 10,05 Mrd. US-Dollar). "Der Auftragseingang ist vor allem aufgrund der Ende letzten Jahres eingeleiteten strategischen Neupositionierung der Division Energietechniksysteme mit ihrem Fokus auf eine selektivere Projektauswahl und höhere Profitabilität gesunken", erläutert der scheidende ABB-Chef Joe Hogan und fügt hinzu: "Diese Maßnahmen haben im Auftragsbestand der Division Energietechniksysteme bereits zu höheren Bruttomargen geführt." Zudem hätten Verzögerungen bei der Vergabe von Großaufträgen infolge der weltweiten wirtschaftlichen Unsicherheiten den Auftragseingang im Berichtsquartal belastet. Trotzdem gibt sich Hogan für die weitere Geschäftsentwicklung optimistisch: "Unsere grundlegenden Wachstumstreiber sind jedoch weiterhin intakt, Thomas & Betts hat erneut einen starken Beitrag geleistet und mit den Synergien liegen wir auf Kurs."

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