Motek 2010
Mechatronik-Projekte gemeinsam umsetzen
Ein Novum im Rahmenprogramm der Motek 2010 ist die „Arena of innovation“ (Aoi), angesiedelt im Foyer Ost (bei Halle 1). Live und in Echtzeit sollen hier auf der Messe Ideen aus Industrie und Wissenschaft zu Produkten und Dienstleistungen weiterentwickelt werden, die das Potenzial haben, später wirtschaftlich erfolgreich zu sein.
Die neue Präsentationsform für Innovationen haben das Kompetenznetzwerk Mechatronik BW, das Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) und der Messeveranstalter Schall gemeinsam konzipiert. Konkret haben die Aoi-Organisatoren beziehungsweise eine 20-köpfige Expertenjury im Vorfeld der Messe aus einem entsprechenden Ideenwettbewerb vier zu bearbeitende Projekte ausgewählt:
- eine automatisierte Mehrhandmontage
- eine Türöffnungshilfe für Rollstuhlfahrer
- ein Erinnerungstool für leicht zu vergessende Gegenstände wie Schlüssel sowie
- ressourceneffiziente alternative Antriebe
Für die Bearbeitung dieser Aufgabenstellungen werden in Stuttgart verschiedenen Teams vor Ort sein, die sich aus Experten verschiedener Fachgebiete, Studenten sowie diversen „Industrielenkern" zusammensetzen. Gemeinsam wird jedes Team Lösungsansätze zu einer der vier identifizierten Aufgaben erarbeiten und Umsetzungsvorschläge präsentieren. Ziel ist es, dass nach den vier Messetagen für zwei der genannten Projekte ein funktionierender Prototyp existiert, für die beiden anderen zumindest eine Machbarkeitsstudie, aus der dann bis zur Motek 2011 „greifbares" entsteht.
„Im Grunde ist das Aoi-Projekt mit einem normalen Innovationsprozess innerhalb eines Unternehmens vergleichbar", so Volker Schiek, Geschäftsführer des Kompetenznetzwerks Mechatronik. Die Neuheit zur herkömmlichen Vorgehensweise liege in der Ideengenerierung, in der firmen- und institutionsübergreifenden Zusammensetzung des Innovationsteams und im Grad der Interaktion innerhalb des Innovationsteams. Besucher und Aussteller können diesen Prozess im Rahmen der Motek live miterleben. Doch damit nicht genug: Sie können zudem auch aktiv in die Bearbeitung der Aufgabenstellungen mit eingreifen.










