Siemens

Günter Herkommer,

Lichtblicke im Sektor Industry

Siemens-Chef Peter Löscher hat heute (29.04.) die Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2010 (1. Januar bis 31. März) bekannt gegeben. Der Gewinn nach Steuern ist im Vergleich zum Vorjahr um 48 % auf 1,5 Mrd. Euro gestiegen. Und auch im Sektor Industry – im ersten Quartal noch das größte Sorgenkind – gibt es Anzeichen für ein verbessertes Marktumfeld.

© Siemens

Laut Peter Löscher konnten im zweiten Quartal alle drei Sektoren (Industry / Energy / Healthcare) ihr Ergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal steigern. Insgesamt stieg das Ergebnis um 16 % auf rund 2,1 Mrd. Euro.

Auftragseingang und Umsatz der Divisionen im Sektor Industry.

© Siemens

Siemens hat daraufhin seine Ergebnisprognose angehoben und rechnet nun für das laufende Geschäftsjahr mit einem Ergebnis der Sektoren über dem Vorjahreswert von rund 7,5 Mrd. Euro.

Auch die Umsatzentwicklung habe sich im zweiten Quartal stabilisiert. Löscher hierzu: „Der Umsatz fiel im Vorjahresvergleich lediglich um vier Prozent auf 18,2 Mrd. Euro, was teilweise auf den abfedernden Effekt des starken Auftragsbestands in einer Reihe von Infrastrukturgeschäften zurückzuführen ist". Im Vergleich zum Vorquartal legte der Umsatz hingegen in allen drei Sektoren zu.

Und so rechnet Siemens weiterhin damit, dass der Umsatz auch aufgrund des stabilisierenden Effekts des hohen Auftragsbestands im Geschäftsjahr 2010 organisch lediglich um einen mittleren einstelligen Prozentsatz zurückgehen wird. Was den Auftragseingang im zweiten Quartal 2010 betrifft, so sank dieser im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, der ein Rekordvolumen aus Großaufträgen enthielt, um 14 % auf 17,8 Mrd. Euro.

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Der Sektor Industry

Während noch im ersten Quartal 2010 der Sektor Industry mit seinen Divisionen Drive Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Building Technologies, Mobility und Osram zweistellige Umsatzeinbußen zu verzeichnen hatte, sieht Löscher nun auch hier Anzeichen für ein verbessertes Marktumfeld vor allem in den kurzzyklischen Geschäften.

Ergebnis und Ergebnismarge der Divisionen.

© Siemens

Zwar sank der Umsatz des Sektors Industry insgesamt um 4 % in Folge von nach wie vor zweistelligen Rückgängen bei Drive Technologies und Industry Solutions, aufgrund einer schwächeren Nachfrage in der Prozessautomatisierung und auch wegen der spätzyklischen Geschäfte des Sektors mit der verarbeitenden Industrie; das Ergebnis hingegen stieg um 17 % auf 783 Mio. Euro.

Gestützt wurde dieser Anstieg von einer deutlichen Trendwende in den Divisionen Industry Automation und Osram. Was den Auftragseingang betrifft, so steht hier ebenfalls ein Minus - und zwar in Höhe von 9 % - zu Buche. Dies sei auf die hohe Vergleichsbasis bei der Division Mobility zurückzuführen, die im Vorjahresquartal einen außergewöhnlich großen Auftrag aus China erhalten hatte. Dagegen verzeichneten alle anderen Divisionen mit Ausnahme von Industry Solutions im zweiten Quartal einen Zuwachs der Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Die Division Industry Automation und Drive Technologies

Die Division Industry Automation erzielte im zweiten Quartal ein Ergebnis von 202 Mio. Euro und lag damit um 93 % über dem rezessionsgeprägten Niveau der Vorjahresperiode. Der Umsatz stieg um 4 % auf 1,425 Mrd. Euro. Besonders das Auftragswachstum der Division von 14 % auf rund 1,51 Mrd. Euro beinhaltete ein beschleunigtes Wachstum in den Schwellenländern.

Drive Technologies lieferte im zweiten Quartal einen Ergebnisbeitrag von 189 Mio. Euro. Das in Folge geringeren Volumens um 22 % gesunkene Ergebnis war in erster Linie auf das Geschäft mit Antrieben zurückzuführen. Der Umsatz der Division gab um 17 % auf 1,62 Mrd. Euro nach. Die Auftragsentwicklung im zweiten Quartal hingegen - plus 11 % gegenüber dem Vorjahr - deute Löscher zufolge eine Marktstabilisierung auf niedrigerem Niveau für Drive Technologies an.

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