VDE
Initiative gegen Produkt- und Markenpiraterie
Das VDE-Institut arbeitet künftig intensiv mit den europäischen Zollbehörden zusammen. Um Plagiate schneller aufzuspüren, kontrollieren die Zollbehörden ab sofort bei der Wareneinfuhr in die Europäische Union die Vorlage eines gültigen Zertifikats für jedes VDE-Prüfzeichen an einem Produkt.
Binnen Minuten werden die Zertifikate online verifiziert. Auch neue Regelwerke für eine strengere Überwachung hat das Offenbacher Prüfinstitut eingeführt. Gezielt schulen VDE-Ingenieure Zollbeamte sowie Mitarbeiter der Marktaufsichtsbehörde.
„Der Zoll überprüft zunächst nur die Verletzung des Markenrechts. Wenn das Produkt ein VDE-Zeichen trägt, überprüft der Zoll jetzt, ob es das zu Recht oder Unrecht trägt", erklärt Dr. Klaus Kreß, Leiter der Zertifizierungsstelle beim VDE-Institut. Das VDE-Institut ist das erste Prüfhaus, das sein EU-weit markenrechtlich geschütztes Prüfzeichen von den europäischen Zollbehörden überwachen lässt.
Das VDE-Institut hat bereits vor Jahren eine eigene Abteilung aufgebaut, die sich auf die Verfolgung von Missbrauchsfällen des VDE-Zeichens konzentriert. Dr. Kreß zufolge beträgt die Aufklärungsquote über 90 %. China führt die Liste der Missbrauchsfälle an, die das VDE-Institut aufdeckt; eine leichte Zunahme ist bei Produkten aus Italien zu verzeichnen.










