Siemens
Industrie-Sektor schwächelt
Trotz schwierigem Marktumfeld gibt sich Siemens-Chef Peter Löscher anlässlich der Veröffentlichung der Quartalszahlen optimistisch, dass der Konzern seine Geschäftsjahresziele 2009 erreicht. Bis dato konnte der hohe Auftragsbestand die Folgen der Rezession abfedern. Momentan das größte Sorgenkind – der Sektor Industry.
Der Blick auf die Zahlen des 3. Quartals zeigt auch bei Siemens deutliche Spuren des weltweiten Konjunktureinbruchs. Zwar ging der Umsatz bereinigt um Portfolio- und Währungskurseffekte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um „nur" 4 % auf rund 18,3 Mrd. Euro zurück. Das Ergebnis der Sektoren sank jedoch auf rund 1,67 Mrd. Euro. (-21 %). Der Auftragseingang lag im dritten Quartal mit rund 17,2 Mrd. Euro ebenfalls deutlich unter dem Vorjahreswert (-28%). Trotz allem erwartet Siemens, dass das Ergebnis der Sektoren im Geschäftsjahr 2009 über dem Vorjahreswert von 6,6 Mrd. Euro liegen wird.
Insbesondere der in Folge des Abschwungs erheblich gefallene Umsatz (-14 %) im Sektor Industry führte auch zu einem deutlichen Ergebnisrückgang dieser Siemens-Sparte im dritten Quartal in Höhe von -54 %, die Auftragseingänge sanken um -42 %. Der Sektor Energy hingegen erzielte einen Ergebnisanstieg von 40 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Gründe dafür waren Skaleneffekte, ein besseres Projektmanagement und ein günstigerer Geschäftsmix. In einem ansonsten starken Quartal zeigte der Sektor Healthcare wegen Rückstellungen für zusätzliche Aufwendungen im Zusammenhang mit Partikeltherapie-Verträgen trotz gestiegenem Umsatz (+ 2%) ebenfalls ein deutlich geringeres Ergebnis (-17 %) als im Vorjahresquartal.












