Elektroindustrie

Jan Bihn,

Geschäftsklima wie zuletzt im Sommer 2007

Noch im April erwartete der ZVEI einen Anstieg der deutschen Elektroproduktion um fünf Prozent. Diese Prognose hebt der Verbandsvorsitzende Dr. Klaus Mittelbach (im Bild) nun an.

© ZVEI

„Das Geschäftsklima in der Elektroindustrie ist derzeit so gut wie seit Sommer 2007 nicht mehr", begründet der Vorsitzende der ZVEI-Geschäftsführung, Dr. Klaus Mittelbach, die Anhebung der Prognose auf acht Prozent.

2009 brach der Umsatz der deutschen Elektrobranche um ein Fünftel von 182 Mrd. Euro in 2008 auf 145 Mrd. ein. Nach der nun korrigierten Prognose des ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.) nähert sich der Branchenumsatz in diesem Jahr wieder der Marke von 160 Mrd. Euro. „Wenn das jetzige Tempo anhält, dürfte damit Ende 2010 bereits ein Drittel des letztjährigen Verlustes aufgeholt sein", sagt Mittelbach. Die vollständige Rückkehr auf das Vorkrisen-Niveau könne so deutlich schneller vollzogen sein, als bislang mit bis zu sieben Jahren geschätzt.

Ein wesentlicher Treiber sei der starke Export, der sich im ersten Halbjahr kräftiger als erwartet erholt habe. Die Elektroausfuhren lagen im Juni erstmals wieder höher als vor der Krise. Die Kapazitätsauslastung der Elektrounternehmen ist im Juli auf 86 % gestiegen und liegt wieder über dem langjährigen Durchschnitt von 83 %. Die Zahl der Kurzarbeiter ist von 156 000 beim Höhepunkt der Krise auf zuletzt 58 000 gesunken und dürfe sich, so der Verband, bis Ende des Jahres weiter reduzieren.

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