Schneider Electric

Meinrad Happacher,

Forcierter Umbau

Schneider Electric hat das Jahr 2008 mit einem organischen Wachstum von 6,6 % und einer Gewinnmarge von 15 % abgeschlossen. Dabei stieg der Umsatz um 5,8 % auf 18,311 Mrd. €. Über die Jahre von 2004 bis 2008 gesehen hat sich die Unternehmensgröße – auch durch einige Zukäufe bedingt – annähernd verdoppelt.

Clemens Blum, Geschäftsführer Deutschland bei Schneider Electric: „Die Umbau-Maßnahmen werden konzernweit Kosteneinsparungen von bis zu 1 Mrd. € bringen.“

Was die Integration der zugekauften Firmen betrifft, steckt Schneider Electric noch mitten im Verdauungsprozess: Aus momentan 120 Marken sollen letztlich zehn aktive Marken plus der Hausmarke Schneider Electric werden. Aber das ist nicht alles: Ein wesentlicher Punkt des strategischen Umbaus - der bis 2011 abgeschlossen sein soll – ist die Anpassung der Kostenstrukturen der Gruppe an die veränderten Rahmenbedingungen. „Mit seiner ausgeglichenen Bilanz und dem tragfähigen Geschäftsmodell wird Schneider Electric aus dem gegenwärtigen wirtschaftlichen Tief mit einer gestärkten Wettbewerbsposition hervorgehen“, bemerkte Jean-Pascal Tricoire, Vorstandsvorsitzender von Schneider Electric. In Zahlen ausgedrückt: Ein Einsparpotenzial von 600 Mio. bis zu 1 Mrd. € soll so gehoben und Schneider Electric zum globalen Spezialisten des Energiemanagements ausgerichtet werden.

Das Geschäft der Industrieautomation ist mit rund 2 Mrd. € Umsatz (ohne Schütze) inzwischen ein eher kleinerer Part des Konzerns. Hier versucht der Konzern, sich als  Automationsspezialist zu positionieren, der den Maschinenbauer über alle Phasen des Lebenszyklus seiner Maschinen begleitet. Das Leistungsangebot basiert im Wesentlichen auf drei Säulen:

Flex Machine Control: Die Plattform besteht aus einer Automationssoftware (SoMachine, basierend auf Codesys) für alle intelligente Funktionen in einer Maschine und einer Bandbreite von Controllern, die jeweils auf die spezifische Ausprägung der Hauptfunktion einer Maschine optimiert ist.

Applikationslösungen: Automationsarchitekturen und Applikationsfunktionsbausteine für konkrete Maschinentypen und dessen Aufgabenstellungen in den ausgewählten Zielbranchen Verpackungstechnik, Fördertechnik, Krane, Lift, Pumpen & Lüfter sowie Textilmaschinen.

Service und Dienstleistungsangebote: Diese gehen von der Schulung und Beratung über internationale Normen und Richtlinien, Übernahme von Engineering und Programmierung bis hin zur weltweit organisierten Kundendiensteinsätzen für den deutschen Maschinenbauer.

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